Via Belgica

Via Belgica

Erlebnisraum Römerstraße –
Ein wichiges Stück Geschichte im Rheinland

Ein weitverzweigtes Straßennetz war für die Römer wichtig, um den Zusammenhalt ihres ausgedehnten Herrschaftsgebietes zu sichern. Verkehrsadern für ein riesiges Reich entstanden. Mit ihrem weitgehend geradlinigen Verlauf, ihren imposanten Brücken- und Tunnelbauwerken sowie ihrer effizienten Logistik für Transportdienste und für die Straßeninstandhaltung stellten sie eine Revolution in der
Mobilität dar. Mit dem Bau der Römerstraße »Via Belgica« wurde das Land zwischen Rhein und Maas erschlossen. Dies war der Auftakt zu einem tiefgreifenden Strukturwandel, dessen Folgen bis heute erkennbar sind.

Im Rahmen des Projekts »Erlebnisraum Römerstraße« spürt das Museum Zitadelle den Landschaftsveränderungen, die der Straßenbau nach sich zog von der Antike bis zur Gegenwart nach. Diese reichen von der Entscheidung, am Übergang der Rur eine Siedlung an der Straße zu gründen, über den Ausbau der Stadt zur Residenz und Festung in der Renaissance bis zur Verkehrsplanung des 19. Jahrhunderts.

Der Übergang der Fernhandelsroute »Via Belgica« über die Rur manifestierte die strategische Bedeutung Jülichs für nahezu 2000 Jahre. Im Infozentrum zur »Via Belgica« demonstriert das Museum Zitadelle diese Entwicklung anhand von drei Zeitschnitten: Römer – Renaissance – Romantik.

Flankiert wird diese Zeitreise durch das diesjährige Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm des Museums. Die Ausstellung »La Strada – Maler unterwegs« führt die römischen Wurzeln der Verkehrswege mit der Italiensehnsucht romantischer Landschaftsmaler zusammen. Die Wege nach Rom, der Kulturmetropole und dem Ziel der reisenden Maler sind auch Wege in die Vergangenheit einer Jahrtausende alten Entwicklung.

Vorläufiger Endpunkt des Strukturwandels ist der Braunkohletagebau, der die Landschaft der Jülicher Börde tiefgreifend verändert. Heiner Altmeppen fasst die jüngste Landschaftsmetamorphose mit dem Blick eines modernen Künstlers ins Auge. Seine Arbeiten sind vom 06.07. bis zum 17.08.2014 im Museum zu sehen.

Weitere Informationen zur Museum Zitadelle Jülich

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Die CD-Empfehlung

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Giovanni Bottesini
Messa da Requiem

Wir werden, wenn wir uns dieser Totenmesse aus dem Jahre 1877 nähern wollen, zunächst das festgefügte Bild verbannen müssen, das sich bei Nennung des Namens »Giovanni Bottesini« ungerufen einstellt: das Konterfei des weltgewandten, leicht pomadigen Musikers, der seinen kolossalen Kontrabaß mit solcher Virtuosität zu behandeln wußte, daß beiden – dem Mann und dem Instrument – weiteste Kreise förmlich zu Füßen lagen und ihn feierten wie weiland den Hexenmeister Paganini, obwohl dieser doch in ganz andere akustische Höhen emporzusteigen pflegte.

Auch den bekannten Komponisten Bottesini gilt es vorübergehend zu vergessen: Als Verfasser staunenswertester Konzerte und Solostücke genießt er bis auf den heutigen Tag einen gewissen Ruf, der einer ernsthafteren Würdigung des Requiems, mit dem er auf den Tod seines Bruders Luigi reagierte, hinderlich sein könnte. Natürlich erkennt man auch in dieser gut einstündigen Liturgie den Akteur der italienischen Bühne (es sei nicht vergessen, daß er etliche Opern schrieb und nicht zuletzt als Uraufführungsdirigent der Aida ein enger Vertrauter Verdis war): Das dramatische Szenario des »Dies Irae« vor allem nutzt er zu wirkungsvollem Lärm, das »Pie Jesu« zu einer betörenden Arie, und die hoffnungsfrohe Verherrlichung des HErrn wird von herzhaften Tschinellenschlägen untermalt. Zwischendurch überrascht er dann mit kontrapunktischen Kabinettstückchen und klassisch gefügten Chorsätzen, die sich mit den eher vordergründigen Effekten zu einer durchaus erfreulichen Gesamterscheinung verbinden. Eine kleine Entdeckung ist dieses Requiem allemal.
EH

Giovanni Bottesini (1821-1889)

Messa da Requiem
Marta Mathéu • Gemma Coma-Alabert
Agustin Prunell-Friend • Enric Martínez-Castignani
Joyful Singers of London
London Philharmonic Orchestra
Dirigent Thomas Martin
NX 8.572994
(Vertrieb: NAXOS Deutschland)