Der Pianist Gabriele Leporatti mit Busoni & Rachmaninoff

Zwei Meister der Tonkunst und des Klavierspiels, die sich im Bache spiegeln – das ist in etwa das Szenario, das der italienische Pianist Gabriele Leporatti für sein neues Etera Classics-Album entworfen hat.

In den Mittelpunkt rückt Leporatti das schöpferische »Erbgut« von Johann Sebastian Bach, der mit seinem Werk und Wesen die Musikgeschichte seit zweieinhalb Jahrhunderten prägt. Zu seiner musikalischen Familie gehören die beiden hier versammelten Zeitgenossen Ferruccio Busoni und Sergej Rachmaninoff, die sich trotz ihrer ganz verschiedenen Charaktere im gemeinsamen Fluchtpunkt trafen: Der eine ein Intellektueller, der sich selbst im Kontrapunktieren nicht genug tun konnte, der andere ein letzter Romantiker, der sich und sein Publikum vom Strom der Töne mitreißen ließ. Als Dritter im Bunde agiert Gabriele Leporatti, der sich ein Beispiel an beiden nahm und genau die Sätze der E-Dur-Partita für sein Instrument einrichtete, die ihm Rachmaninoff übrig gelassen hatte.

Gabriele Leporatti konzertiert in aller Welt, lebt aber schon seit etlichen Jahren mit seiner Familie in Düsseldorf, dem Sitz der Internationalen Musik-Akademie Anton Rubinstein, an der er seit 2012 unterrichtet.

Vor genau zehn Jahren gründete Gabriele Leporatti das Label Etera Classics: Als Etera bezeichneten die Etrusker, die einst im nördlichen Mittelitalien ihre Blüte erlebten, einen »Diener«, und als ein solcher legt Leporatti seinen Katalog an – als eine Mischung aus bekanntem Repertoire und wertvollen Raritäten, die, durch gemeinsame Fäden oder Ideen miteinander verbunden, einander wechselseitig beleuchten und erhellen. Wie weiland für Vincent van Gogh, der seine Gemälde träumte, um hernach seinen Traum zu malen, so steht auch dem einstigen Schüler von Maria Tipo und Fabio Bidini am Anfang stets eine Vision: Das Debütalbum mit Schumann und Respighi, die wohlerwogene Auswahl an Scarlatti-Sonaten und der eigenwillige Besuch der musikalischen Weltstadt Wien, sie fußten allesamt auf einem interpretatorischen »Urknall«, der sich in idiosynkratischen Werkfolgen und -deutungen niederschlug …

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