Debüt des französischen Pianisten Jean-Paul Gasparian

»Schönheit ist der Moment des Übergangs – als sei eine Form soeben dabei, in andere Formen zu fließen«, schrieb einst der kluge Ralph Waldo Emerson in seinem Essay über Beauty. Und lieferte damit eine zwar ungewöhnliche, nicht aber unmögliche Definition, wie das Debüt des französischen Pianisten Jean-Paul Gasparian in fünf Viertelstunden beweist.

Der 1995 geborene Absolvent des Pariser Conservatoire, der unter anderem bei Michel Béroff und Michel Dalberto studierte und inzwischen bereits vielfach ausgezeichnet wurde – dieser junge Mann bietet in seiner ersten Produktion am Beispiel dreier Zeitgenossen und Landsleute eine Kunst der Übergänge, die sich keineswegs auf dynamische, agogische und expressive Valeurs beschränkt.

Mit verheißungsvoller Sensibilität spürt Gasparian in den Werken, die (mit Ausnahme der zweiten Skrjabin-Sonate) binnen weniger Jahre entstanden, die unterschwelligen Kräfte auf, die anderen Ebenen zustreben, ohne die Grenzen der jeweiligen Komposition oder ihres Schöpfers zerfließen zu lassen. Rachmaninoff bleibt Romantiker und wird zugleich modern, der sarkastisch-perkussive Prokofieff will ins ausladende Konzert, atmet zugleich aber schon den leisen Duft der Steinernen Blume – und Alexander Skrjabin ist bereits in seiner 120 Jahre alten Sonate dem Mysterium auf der Spur, von dem aus seine letzten drei Etüden op. 65 nur noch einen Wimpernschlag entfernt sind.
Wir freuen uns, Ihnen mit dieser Debüt-Produktion einen ganz besonderen Künstler vorstellen zu können und dürfen Sie bereits auf Jean-Paul Gasparians zweites Recital hinweisen, das im Frühjahr 2019 erscheinen wird und sich ausschließlich mit Frédéric Chopin befasst.

Konzerttermine im deutschsprachigen Raum

15.01.2019 Hannover, Niedersächsische Sparkassenstiftung
17.01.2019 Berlin
08.04.2019 Zürich, Tonhalle
27.07.2019 Schleswig-Holstein Musikfestival

Weitere Informationen: www.jeanpaulgasparian.com

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