Armoniosa spielt Giovanni Platti

 

Nach dem Welterfolg die Rarität

Wie aus dem Nichts erschien im vorigen Jahr ein Ensemble auf der musikalischen Bühne, das mit seiner unerhört spontanen, virtuosen und klangprächtigen Eloquenz bereits in der italienischen Heimat für mancherlei Furore gesorgt hatte und sich jetzt anschickte, mit Antonio Vivaldis Stravaganza op. 4 auch die internationale Szene mitzugestalten. Und es gelang auf Anhieb: Armoniosa, die junge Truppe des Geigers Francesco Cerrato, löste eine Resonanz aus, die sogar den Fachleuten in der Neuen Welt nicht verborgen blieb. So schrieb das amerikanische Fanfare Magazin »Diese besonders elegante, wunderbar ausgewogene und nuancierte Wiedergabe des Opus 4 von Vivaldi kann sich neben den großen Vivaldi‑Aufnahmen der jüngsten Zeit behaupten … Sie sollten sie sich sofort zulegen, und das nicht nur, wenn sie Vivaldi lieben.« Und im britischen Gramophone war zu lesen »In der Tat ein beeindruckendes Debüt.«

Inzwischen hat der musikalische Kern des Ensembles, der sich dem jeweiligen Repertoire entsprechend bis auf siebzehn Spieler erweitern läßt, auch sein konzertantes Deutschland-Debüt gegeben: Am 12. August gastierten Francesco Cerrato und sein Bruder, der Cellist Stefano, mit  den Kollegen Marco Demaria (Cello), Daniele Ferratti (Orgel) und Michele Barchi (Cembalo) beim Mainzer Musiksommer, wo ein vollbesetzter und begeisterter Saal neben Werken von Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi auch zwei der Triosonaten für Violine, Violoncelli und Continuo hören konnte, die der Padovaner Giovanni Benedetto Platti (1697-1763) während seiner langjährigen Tätigkeit am Hofe der Würzburger Fürstbischöfe komponiert hatte: Eine sechsteilige Kollektion dieser ausgefeilten, kostbaren, eigentümlichen Werke wurde wenige Wochen vor dem Mainzer Konzert in Marienmünster bei Detmold aufgenommen und ist soeben, wie zuvor Vivaldis Stravaganza, bei MDG erschienen.
 

Armoniosa im Interview bei klassik.com: lesen

Weitere Informationen: www.armoniosa.net