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PIANO-FORUM im Vaßbendersaal |
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Remscheid
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Liebe
Freunde der Klaviermusik,
nun gibt es auch in Remscheid eine eigenständige, einzig auf das Klavier bezogene Konzertreihe: vier hochkarätige Abende mit erlesener Klaviermusik in der Saison von Oktober 2000 bis April 2001. Der Vaßbendersaal an der Marktkirche erschien mir nach langer Auswahl aufgrund seiner räumlichen und akustischen Gegebenheiten als der geeignete Ort für ein solches kulturelles Vorhaben. Sie mögen sich fragen: Brauchen wir neben dem bestehenden Angebot an Orchester-, Kammer-, Chor- und Orgelkonzerten auch noch einen Klavierzyklus? Mit dieser Initiative möchte ich einen neuen, zusätzlichen Akzent im Kulturleben der Stadt Remscheid setzen, wie bereits in der vergangenen Saison mit dem "solinger piano-forum" in der Nachbarstadt Solingen erfolgreich verwirklicht. Vieles verbindet mich mit Remscheid: Hier habe ich selber konzertiert und einen nicht unbedeutenden Teil meiner pianistischen Ausbildung genossen. Die Klaviermusik bietet Hörern und Interpreten einen schier unermeßlichen Reichtum an Literatur und Ausdrucksmöglichkeiten, und vielleicht ist das Klavier deshalb so beliebt, weil man Musik als Ganzes darstellen und sich mit ihm in besonderer Weise identifizieren kann. Viele große Komponisten ließen sich vom Klavier aus inspirieren und vertrauten ihm viele ihrer wertvollsten Werke an. Ich freue mich, daß es gelungen ist, in Remscheid diese Konzertreihe im symbolträchtigen Jahr 2000 mit einem attraktiven Programm und 4 avancierten Pianisten zu starten, allesamt Preisträger Internationaler Wettbewerbe, wobei ich besonders auf die jubiläumsbezogenen Veranstaltungen am 21.10. (zu Ehren Maurice Ravels 125. Geburtstag) sowie am 17.12. (Johann Sebastian Bachs 250. Todesjahr, Goldberg-Variationen!) hinweisen möchte. Für mich persönlich wäre es als Veranstalter der größte Erfolg, wenn sich diese Initiative in Remscheid durch regen Publikumszuspruch in den folgenden Jahren etablieren und so zu einer Institution werden könnte, die auch überregional Aufmerksamkeit erweckt. Daran haben Sie liebes Publikum, entscheidenden Anteil! Ich wünsche Ihnen eine erlebnisreiche Saison! Wolfgang Manz |
| 21.10.2000 Samstag |
Vaßbendersaal
19.30 Uhr |
Klavierabend
mit Pascal Godart |
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" ... erstaunlich reifes, musikalisch-substantielles Talent ... technisch außerordentlich ... kein Tastentiger, sondern ein virtuos gewappneter, kraftvoller Poet am Flügel ... " Mainzer Rhein Zeitung Maurice Ravel 1875-1937 Miroirs, Noctuelles, Oiseaux tristes, Une baroque sur l'océan, Alborada del gracioso, La vallée des cloches, Gaspard de la nuit, Ondine, Le gibet, Scarbo Kompositionen über B-A-C-H Francis Poulenc "Valse" Nikolai Rimskij-Korsakow 6 Variationen Arthur Honegger Prélude, Arioso, Fughette sur le nom de B-A-C-H Franz Liszt Fantasie und Fuge über B-A-C-H |
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Pascal
Godart war Schüler von R. Entremont und wurde am Pariser Konservatorium
mit den Ersten Preisen für Klavierspiel, Kammermusik und Begleitung
ausgezeichnet. Seit 1988 studierte er an der Musikhochschule Hannover
unter anderem bei Vladimir Krainew. Hier legte er auch sein Konzertexamen
ab.
Bei verschiedenen internationalen Wettbewerben konnte sich Pascal Godart auf die vordersten Plätze spielen. Einer seiner größten Wettbe-werbserfolge war 1996 der Grand Prix Maria Callas von Athen. In Recitals sowie als Kammermusiker und Konzertsolist präsentierte sich Pascal Godart nicht nur in vielen europäischen Ländern, sondern auch in Marokko, Israel, Japan und Südkorea. Gegenwärtig unterrichtet er als Professor am Conservatoire International de Musique de Paris. Auch seine Meisterklassen im In- und Ausland sind gefragt. |
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| 17.12.2000 Sonntag |
Vaßbendersaal 20.00 Uhr |
Klavierabend
mit Ragna Schirmer |
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... Die Pianistin brillierte, neben der meisterhaften Beherrschung der technischen Schwierigkeiten, durch die vielschichtige musikalische Gestaltung ... Das Ergebnis ihrer Interpretation war ein sehr individueller und damit einzigartiger Zugang zu Bachs Werk, der wirklich keine Wünsch offen ließ." Mitteldeutsche Zeitung Johann Sebastian Bach 1685-1750 Die Goldberg-Variationen (Aria mit 30 verschiedenen Veränderungen) in der Fassung mit allen Wiederholungen |
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Ragna
Schirmer wurde 1972 in Hildesheim geboren. Sie begann ihre musikalische
Ausbildung im Alter von sieben Jahren. Ab 1991 studierte sie an der
Hochschule für Musik und Theater Hannover in der Klasse von Karl-Heinz
Kämmerling, seit 1993 bei Bernard Ringeissen in Paris. Zusätzlich arbeitete
sie mit Tatjana Nikolajeva und Andrej Jasinski. 1995 erhielt sie ihr
Diplom mit Auszeichnung. 1999 schloß sie ihr Studium mit dem Konzertexamen
ab.
Ragna Schirmer erspielte sich in jungen Jahren die Aufmerksamkeit von Publikum und Fachpresse. Bedeutende Kritiker lobten sie als eine technisch perfekte Interpretin mit großer musikalischer Empfindung und Reife. Diesen an sie gestellten Erwartungen wurde sie gerecht, indem sie sich der Pianistenkonkurrenz bei Wettbewerben erfolgreich stellte. 15 erste Preise holte sie bei nationalen und internationalen Klavierspielwettbewerben. Sie war mit fünfzehn die jüngste Finalistin in der Geschichte des Busoni-Wettbewerbs, mit siebzehn gewann sie den Sonderpreis beim Wettbewerb des Deutschen Musikrates. Besondere Aufmerksamkeit erregte Ragna Schirmer beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig, den sie sowohl 1992 als auch 1998 für sich entscheiden konnte. Sie erhielt damit zweimal den Titel "Bachpreisträgerin", was bisher noch keinem Pianisten gelungen ist. Für höchste Anerkennung sorgten auch ihre Preise beim UNISA-Wettbewerb in Pretoria/Südafrika 2000, da sie dort mit mutigen Wettbewerbs-Programmen, u.a. den 12 Etüden op. 10 von Chopin und den Goldberg-Variationen von Bach, auftrat. |
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| 10.02.2001 Samstag |
Vaßbendersaal 19.30 Uhr |
Klavierabend
mit Wolfgang Manz |
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"An unsurpassed degree of imaginatively intelligent musicianship" The Times Ludwig van Beethoven 1770-1827 Eine Reise durch sein Sonaten-Schaffen mit Erläuterungen von Wolfgang Manz Sonaten op. 2 Nr. 3, op. 57, op. 81a und op. 110 |
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Wolfgang Manz, Jahrgang 1960, zählt zu den international erfolgreichsten Pianisten seiner Generation für das Klassische Repertoire. Er ist Preisträger mehrerer bedeutender internationaler Pianistenwettbewerbe wie Leeds (1981, 2. Preis) und Brüssel (Concours Reine Elisabeth 1983, 2. Preis). Außerdem gewann er 1980 in Berlin den Mendelssohn-Bartholdy-Preis sowie 1989 beim Van Cliburn International Pianoforte Competition in Texas/USA den Jury-Diskretionspreis. Wolfgang Manz wurde pianistisch durch den Einfluss zweier sehr unterschiedlicher Traditionen geprägt: Seine technisch-musikalische Grundausbildung empfing er durch den tschechischen Pianisten Drahomir Toman, einen Vertreter der osteuropäischen Schule, während er in der Klavierklasse von Karlheinz Kämmerling an der Hochschule für Musik und Theater Hannover mit der deutschen Tradition in Berührung kam. Seit seinen Wettbewerbserfolgen ist Wolfgang Manz ein vielgefragter Solist für Konzerte mit Orchester sowie für Solorezitale und Kammermusik. Sein Repertoire umfaßt etwa 50 Klavierkonzerte von Bach bis zur Moderne und ein umfangreiches Soloprogramm. Er gastierte mit renommierten Orchestern und Dirigenten, so z.B. mit fast allen britischen Orchestern wie dem English Chamber, Royal Philharmonic, BBC Symphony Orchestra (bei den Londoner "Proms" 1984, Brahms 1. Klavierkonzert), mit den London Mozart Players, Hallé und Bournemouth Symphony Orchestra. In Deutschland, wo Manz 1982 auch Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs war, trat er als Solist mit Orchestern wie dem RSO Berlin, dem Orchester der Beethovenhalle Bonn, den Düsseldorfer Symphonikern und der Radiophilharmonie Hannover auf. Seine Konzerttätigkeit führte Manz in kulturelle Zentren wie München (Nationaltheater), Köln (Philharmonie), Berlin (Philharmonie), Hamburg (Musikhalle), Salzburg (Festspielhaus), Frankfurt (Alte Oper), Brüssel (Palais des Beaux-Arts), London (South Bank), Amsterdam (Concertgebouw), Prag, Mailand, Paris, Tokyo, Osaka, Moskau (Konservatorium). Neben seiner solistischen Karriere hat Wolfgang Manz sich inzwischen auch als Pädagoge einen Namen gemacht. Zusammen mit seiner Frau Julia Goldstein, ebenfalls Pianistin, gründete Manz in Hannover 1999 ein Institut für Internationale Meisterkurse "Gradus ad Parnassum". Außerdem gab Wolfgang Manz auch Kurse in Belgien, Österreich sowie Südkorea und leitete Seminare bei den Internationalen Meisterkursen in Trier. Diesen Sommer war er als Gastprofessor nach Japan eingeladen. Mit Beginn des nächsten Semesters ist Wolfgang Manz als Professor an der neuen Musikhochschule Augsburg/Nürnberg tätig. |
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| 21.04.2001 Samstag |
Vaßbendersaal 19.30 Uhr |
Klavierabend
mit Anna Malikova |
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"Sie erledigte ihre anspruchsvolle Aufgabe mit Souveränität, der nötigen Fingerfertigkeit und 'con bravura'..." FAZ Franz Liszt 1811-1886 Petrarca-Sonette Nr. 1-3 Rigoletto-Paraphrase nach Verdi Der Müller und der Bach nach Schubert Der Doppelgänger nach Schubert Ungarische Rhapsodie Nr. 14 Dimitri Schostakowitsch 1906-1975 24 Preludes op. 34 |
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Der
in allen Kategorien nur einmal vergebene 1. Preis beim ARD-Wettbewerb
1993 in München war für Anna Malikova der Beginn einer ausgedehnten
internationalen Konzerttätigkeit. Zuvor war sie bereits Preisträgerin
der renommierten Wettbewerbe von Oslo, Sydney und Warschau (Chopin-Wettbewerb).
Das Studium absolvierte sie am Konservatorium ihrer Geburtsstadt Taschkent und am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau bei Professor Lev Naumov. Ihre Konzertlaufbahn begann zunächst in der ehemaligen Sowjetunion. Seit Beginn der 90er Jahre gastierte Anna Malikova bei führenden Festivals wie den Berliner Festwochen, dem Muziekfestival West-Brabant, dem Braunschweiger Kammermusikpodium und dem Kultursommer Nordhessen, spielte Klavierabende u.a. in Bremen, Hamburg und München und war Solistin zahlreicher Orchester, so beim Australian Chamber Orchestra, bei der Academy of St. Martin in the Fields, bei der Warschauer Nationalphilharmonie, beim Sydney Symphony Orchestra, beim Oslo Philharmonic Orchestra und beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Bereits dreimal absolvierte sie ausgedehnte, sehr erfolgreiche Tourneen nach Japan; zuletzt im Oktober 1997. 1996 debütierte sie mit Chopins e-Moll-Konzert in Großbritannien "...a big, bright, impassioned performance..." (The Herald, Edinburgh). Konzerte in der Saison 1999/2000 führen Anna Malikova in die Schweiz, nach Brasilien, Deutschland, Luxemburg, Italien und Polen |
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