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Künstler
Ákos Hernádi

Klavier

Diskographie
Rezensionen



Biographie


Éljen a magyar
Der Pianist Ákos Hernádi


Ákos Hernádi wurde 1959 in Budapest geboren. Sein Vater war Hornist am Opernhaus, und so konnte es gar nicht ausbleiben, daß der Sohn schon im Vorschulalter den ersten Musikunterricht erhielt. Mit sechs Jahren saß er erstmals am Klavier, als Elfjähriger wurde er Schüler der Abteilung für besondere Begabungen an der Budapester Franz Liszt-Akademie, wo ihn György Nádor unter seine Fittiche nahm. Mit großem Erfolg, wie sich schon bald zeigen sollte: Der 13jährige Jungstudent erhielt den Sonderpreis bei dem internationalen Wettbewerb Virtuosi per Musica.

Wiederum zwei Jahre später wurde Hérnadi in Tibor Wehners Klavierklasse an der Franz Liszt-Akademie aufgenommen. Neben Wehner waren György Nádor, Ferenc Rados, György Kurtág und Lászlo Dobszay seine Lehrer. Großen Einfluß auf die pianistische Ausbildung hatten zudem die "fortgeschritteneren" Studenten: Zoltán Kocsis, Dezs Ránki, András Schiff und Je Jando. Es war an der Tagesordnung, daß diese Künstler einfach in die Überäume kamen und spielten - was für die Schüler von außerordentlich motivierender Wirkung war.

Mit 19 Jahren erhielt Ákos Hernádi ein Dittá Pásztory-Stipendium, das besonderen musikalischen Begabungen zugesprochen wurde. Als 20jähriger erspielte er sich in Barcelona den Dritten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Maria Canals, und als 21jähriger absolvierte er seine Examina als Konzertpianist und Klavierpädagoge mit Auszeichnung.

Im nächsten Jahr war er bereits Assistent seines ehemaligen Lehrers György Nádor. Während seiner siebenjährigen Unterrichtstätigkeit an der Akademie beteiligte er sich an einigen der renommiertesten

internationalen Wettbewerbe (Vercelli-Viotti, Leeds und UFAM Paris), wo er jeweils zu den Preisträgern gehörte. Er gründete das Hernádi-Trio und fand zudem die Zeit zu zahlreichen Konzertreisen, die ihn vor allem nach Deutschland, Frankreich und Italien führten. Seit 1986 lebt Hernádi in Deutschland, wo er regelmäßige Konzerte gibt. Dazu kommen zahlreiche Rundfunkaufnahmen als Solist und Kammermusiker.

Im Jahre 1994 begann die Zusammenarbeit mit der Antes Edition der Bühler Tonträgerfirma Bella Musica. Unter anderem entstand ein Album mit Solowerken von Zoltán Kodály, das in der schweizerischen Fachzeitschrift Musik und Theater als "Entdeckung des Monats" gefeiert wurde. Gleichermaßen großen Anklang fand seine Einspielung der Choralfantasien von Johann Sebastian Bach in der Klavierübertragung von Ferruccio Busoni: "Das, was er hier als Visitenkarte abliefert, reicht aus, ihn auf eine Stufe mit den besten Spielern dieser Transkriptionen zu stellen" (Piano News).

Ákos Hernádi ist ein gern gesehener Gast bei Festspielen wie dem Romaeuropa Festival, dem Festival du Normandie, dem Budapester Frühling oder dem Festival von Pécs. Als Konzertsolist musiziert er unter anderem mit dem Staatlichen Ungarischen Symphonieorchester, dem SWR-Orchester, den Budapester Philharmonikern und dem Symphonieorchester Pécs.

Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Christian Ostertag, Martin Ostertag, Silvia Markovici, Wolfgang Güttler, Vilmas Szabadi, Károly Mocsári, Karl Schlechta ...

Seit 1997 ist er an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen als Lehrer für Kammermusik mit Klavier tätig. Zudem gibt er immer wieder Meisterkurse für Klavier und Kammermusik mit Klavier.



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Diskographie
Ákos Hernádi, Klavier

Klavier solo

Johann Sebastian Bach-Ferruccio Busoni
Präludium und Fuge D-dur BWV 532 . Choralvorspiele .
Präludium und Fuge Es-dur BWV 552
Ákos Hernádi, Klavier
1CD ANTES BM-CD 31.9137

Zoltán Kodály (1882 - 1967)
Tänze aus Galánta · Marosszéker Tänze · Sieben Klavierstücke op. 11 ·
Méditation über ein Thema von Claude Debussy · Valsette
Akos Hernádi, Klavier
1CD ANTES BM-CD 31.9044


Kammermusik-Veröffentlichungen

DUOS FÜR KLARINETTE UND KLAVIER
François Devienne (1759-1803): Premiere Sonate
Franz Danzi (1763-1826): Sonate B-dur
Carl Maria von Weber (1786-1826): Grand Duo Concertant
Niels Gade (1817-1890): Fantasistykker
Karl Schlechta, Klarinette
Akos Hernádi, Klavier
1CD ANTES BM-CD 31.9007

Béla Bartók (1881-1945)
Kontraste für Klavier, Violine und Klarinette
Alban Berg (1885-1935)
Adagio aus dem Kammerkonzert bearb. für Violine, Klarinette und Klavier
Aram Chatschaturjan (1903-1978)
Trio für Klarinette, Violine und Klavier
Darius Milhaud (1892-1974)
Suite für Violine Klarinette und Klavier
Susanne Káldor, Violine
Karl Schlechta, Klarinette
Akos Hernádi, Klavier
1CD ANTES BM-CD 31.9057


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Rezensionen
Ákos Hernádi, Klavier


... eine nicht alltägliche Annäherung an Ungarns zweitgrößten Komponisten, die nach einiger Zeit sogar "süchtig" machen kann. (Stereoplay, zu Zoltán Kodály BM-CD 31.9044)

Der Musiker, der weiß, mit welchen Schwierigkeiten [Bartóks] "Kontraste" gespickt ist, wird die souveräne Darbietung zu würdigen wissen. Fast überflüssig zu sagen, daß das hier vorgegebene Qualitätsniveau durchgehend beibehalten wird. (rohrblatt, zu BM-CD 31.9057)

... Damit stehen pianistische Klangwelt und die Kunst der Bearbeitung im Vordergrund. Hernádi meistert die rauschend dahinfliegenden Paraphrasen scheinbar mühelos und mit virtuoser Eleganz. (crescendo - Das KlassikMagazin, zu Bach/Busoni BM-CD 31.9137)

... Hernádi findet bestens zu dem Tenor, den die Choralvorspiele für Orgel ausmachen. Geschickt ist auch der Aufnahmeort gewählt: dem halligen Klang nach muss es sich um eine Kirche handeln. So entsteht der Eindruck, als sei die Orgel am richtigen Ort nur duch das Klavier ersetzt worden. Hernádi ist ein grandioser Techniker: In dem Laufwerk in "Nun freut Euch, lieben Christen g'mein" ist er kaum an Schnelligkeit und gleichzeitiger Genauigkeit zu überbieten. Und so geht es fort. Auch die tief empfindsamen Choralvorspiele wie "Ich ruf' zu dir, Herr Jesu Christ" sind faszinierend in ihrer interpretatorischen Tiefe.
Warum nur hat man bislang kaum etwas von dem Pianisten Hernádi gehört? Das, was er hier als Visitenkarte abliefert, reicht aus, um ihn auf eine Stufe mit den besten Spielern dieser Transkriptionen zu stellen. Und man kann nur hoffen, dass man auch weiterhin von ihm hört. (Piano NEWS, zu Bach/Busoni BM-CD 31.9137)

Was Vater und Sohn Ostertag gemeinsam mit Hernádi bei Claude Debussys Klaviertrio boten, war ... zweifellos die interpretatorische Höchstleistung des Programms. (Badische Zeitung, 24. Juni 1997, zu einer Kammermusikmatinee des SWR Freiburg)


 


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