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Künstler
Thomas Bowes

Violine

Biographie



Biographie


 

Im Jahre 2003 wurde Thomas Bowes künstlerischer Direktor
der Langvad-Kammermusiktage, die in jedem Sommer in
Kirsten Kajears Museum im norddänischen Jütland stattfinden.

Thomas Bowes gilt als einer der führenden britischen Virtuosen. Er begann seine Ausbildung im Alter von sieben Jahren bei Lee Keng Kok, doch erst als Siebzehnjähriger erkannte er während seines Studiums bei dem berühmten ungarischen Lehrer Béla Katona, daß die Musik seine wahre Berufung und seine zukünftige Laufbahn sei.

Echte Leidenschaft ohne alle außermusikalischen Kunststückchen – das ist die Grundlage des Geigers Tom Bowes, der erst in jüngster Zeit seine Zuhörer und Kritiker zu Attributen wie „einfach ehrfurchtgebietend” hinriß: „Was immer er spielt, ist von höchstem Niveau und tiefer Musikalität geprägt.”

Nach seinem Examen am Trinity College of Music gründete Thomas Bowes als Primarius das Maggini String Quartet. Dann wurde er Konzertmeister der London Mozart Players, mit denen er unter der Leitung von Jane Glover bei den BBC Proms debütierte. Diese umjubelte Leistung resultierte in Gastspielen bei etlichen britischen Spitzenorchestern. Dazu gehörten unter anderem das London Symphony Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, die London Sinfonietta und das Scottish Chamber Orchestra sowie die enge Zusammenarbeit mit Dirigenten vom Range eines Sir George Solti, Sir Colin Davis, Michael Tilson Thomas, Joseph Swensen und Kent Nagano.

Als Solist konnte Thomas Bowes bis dahin unter anderem auf eine Aufführung des zweiten Violinkonzerts von Karol Szymanowski mit Takuo Yuasa und dem Ulster Orchestra verweisen. Anschließend kam es im Zusammenhang mit den BBC Proms 1998 zu einer Aufnahme des Werkes. 1999 debütierte Bowes beim BBC National Orchestra of Wales mit der Uraufführung des Violinkonzerts Paradise Haunts von John Metcalf. In der Spielzeit 1999/2000 präsentierte er bei den US-Tourneen des Moskauer Kammerorchesters Konzerte von Wolfgang Amadeus Mozart sowie das Violinkonzert von Peter Tschaikowsky. Mit demselben Orchester gastierte er auch in der New Yorker Town Hall. Anfang 2001 gab er in San Francisco und in Montana das Violinkonzert von Edward Elgar: Es gab standing ovations für diese Interpretation, bei der man nach Aussage der anwesenden Presse die sprichwörtliche Stecknadel hätte hören können ...


 

Mit seiner Frau, der Komponistin Eleanor Alberga, gründete Thomas Bowes das Duo Double Exposure, das durch Aufnahmen und Konzerte ein großes musikalisches Spektrum zur Aufführung brachte und dabei Kritik und Publikum gleichermaßen begeisterte. Im Mai 1997 unternahm das Duo eine Reise durch China, und nach einem sensationellen Konzert in Peking feierte die lokale Presse Goldene britische Ehepaar aufgrund seiner brillanten Interpretationen, denen die Besucher staunend lauschten.” Ein vom Fernsehen übertragenes Recital in Shanghai sowie Konzerte und Meisterklassen in Nanjing, Kunming und Qingdao rundeten die bahnbrechende Tournee ab.

Die Spielzeit 1999/2000 enthielt mehr als 40 Konzerte in den USA. Am Ende dieser Serie stand ein triumphales Recital in der Carnegie Hall. Nicht nur Paul Griffiths, der bekannte Kritiker der New York Times, war hingerissen von der Schlußvorstellung des Duos: Thomas und Eleanor widmen sich seither ihrer jeweiligen Laufbahn als Geiger bzw. Komponistin.

In der Saison 2001/02 spielte Thomas Bowes unter anderem die Konzerte von Britten und Tschaikowsky. Außerdem spielte er im Rahmen seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Richard Hickox eine zweite Aufführung des Melcalf-Konzertes und der Romanze von Dvorák beim Swansea Festival. Mit dem Scottish Chamber Orchestra und dessen künstlerischem Leiter Joseph Swensen brachte Tom im Dezember 2001 in Saint Andrews und Edinburgh das erstaunliche neue Konzert von Eleanor Alberga heraus. Im Anschluß daran gab es sowohl für die Komposition als auch für den Solisten ganze Serien begeisterter Kritiken.

Bowes beherrscht ein denkbar großes Spektrum an Violinkonzerten und Solowerken; besonders hervorzuheben ist sein leidenschaftliches Eintreten für die beiden Konzerte von Szymanowski und die Sonaten von Robert Schumann. Als Engländer fühlt sich Tom natürlich den großen Werken von Elgar, Walton und Britten aufs innigste verbunden, und diese Zuneigung beschränkt sich nicht auf die bloße Aufführung, sondern sie erstreckt sich auch auf die musikalischen und entstehungsgeschichtlichen Hintergründe, die ihn in die Lage versetzen, die Musik seiner Landsleute aus einem ganz eigenen Blickwinkel zu interpretieren.

Thomas Bowes’ Interesse gilt gleichermaßen der organisch sich weiterentwickelnden Musik unserer Zeit und dem Brückenschlag zwischen Komponisten und Publikum. Ständig sucht er neue Werke und Räumlichkeiten, in denen er seine Vorstellungen realisieren kann.

Er spielt eine Amati aus dem Jahre 1659.

Weitere Informationen in englischer Sprache: www.thomasbowes.com




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