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CD-Newsletter

Ausgabe: Februar/März 2012

Inhalt:

 

Sag mir, wer die Masken sind:
Kurt Leimer und sein zweites Klavierkonzert
Hummels Flug und Beethovens Glanztat
Ingrid Marsoner spielt Klavierkonzerte
Uraufführung von Giorgio Battistelli
KlangZeit 2012 Münster, 29. Februar - 11. März
Von 1912 bis 2012:
Das Clemens-Sels-Museum Neuss wird 100
 
 


SERGEJ RACHMANINOFF (Urheber unbekannt, Quelle www.senar.ru/photos) – KURT LEIMER,
Kurt Leimer Foundation [
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Sag mir, wer die Masken sind
Kurt Leimer und sein zweites Klavierkonzert
Hinter der verbindlichen Fassade des freundlichen Stoikers, der mit seinen behenden Händen auch die absonderlichsten Schwierigkeiten wie selbstverständlich bestand: hinter dieser konzentrierten Souveränität des Pianisten Kurt Leimer muß sich ein gehöriges Maß an heimlichem Humor verborgen haben. Und zwar nicht jene Art des schenkel- oder schulterklopfenden "Frohsinns", der seine Späße auf Kosten der "andern" treibt und sich selbst am meisten über das ergötzt, was ihm da an Sarkasmen und Sottisen entfährt. Sondern etwas von jener aristokratischen Art, die wir ganz besonders bei dem "Mann auf dem Sofa", der ja nur drei Jahre jünger war als Leimer, so über die Maßen schätzen und lieben gelernt haben.

Diese ganz spezielle Facette ist bislang nirgends deutlicher in Erscheinung getreten als in der jüngsten CD-Veröffentlichung, mit der die Kurt Leimer Stiftung und das Nürnberger Label Colosseum ihre gemeinsame Wiederentdeckungsarbeit fortsetzen.

Während nämlich das Staunen über den unfehlbaren "Elefanten-Dompteur", der sich als Solist des dritten Konzertes von Sergej Rachmaninoff wieder einmal von seiner geradezu bestürzend überlegenen Weise zeigt - während dieses Staunen noch nicht ganz vergangen ist und auch die explosive Zugabe des berühmten g-moll-Préludes noch nachwirkt, stürzt er uns in sein eigenes Klavierkonzert, das sich schon nach wenigen Momenten als eine vorwiegende heitere Hommage an all die Meister zeigt, die Kurt Leimer so gern und großartig spielte.

Oder zuckte da etwa nicht die "Rhapsodie über ein Thema von Paganini" aus dem funkelnden Fingerwerk? Wäre da nicht Richard Strauss zugegen, der seinen "Panathenäenzug" bei dem damals noch sehr jungen Pianisten so gut aufgehoben wußte?

Und doch ist dieser Maskenzug, dieser Karneval der hohen Tiere, alles andere als die einfallslose Reihung fremder Materie. Ganz im Gegenteil, die Anspielungen bleiben im Rahmen der konturierten Ahnung, der schmunzelnden, niemals lauten Andeutung.


Weitere Informationen:

www.kurtleimer.ch

 

Daß Leopold Stokowski am Pult des Orchestra della Radio della Svizzeria Italiana daran sein Vergnügen ebenso hatte wie der sich selbst nachschaffende Solist, ist unverkennbar. Ob heute freilich allzu viele Vertreter der Pianistenzunft die zirzensische Partie auf ihr Übungsprogramm setzten? Das herauszufinden ist Zweck und Ziel der Kurt-Leimer-Stiftung, deren alle drei Jahre abgehaltener Wettbewerb und deren editorischen Aktivitäten der Antwort auf eben diese Frage gewidmet sind.



Cover: Kurt Leimer 6


Die historische Neuheit

SERGEJ RACHMANINOFF
Klavierkonzert Nr. 3 d-moll op. 30
Prélude g-moll op. 23,5
KURT-LEIMER
Klavierkonzert Nr. 2 *
Nürnberger Symphoniker
unter Leitung von Zsolt Deaky
Orchestra della Radio della Svizzeria Italiana
unter Leitung von Leopold Stokowski*
Colosseum Classics COL 9205.2

VÖ: Februar 2012

Vertrieb: Musikwelt in Münster, Deutschland & in der Schweiz: www.musicora.ch



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