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CD-Newsletter

Ausgabe: Dezember 2009/Januar 2010

Inhalt:

 

Deutsche Kammerakademie Neuss
Michael Haydns zyklische Vollendung
Die weiteren Aussichten
– oder: Mauern, die zur Plastik werden
KlangZeitFestival »Stadtklänge«
31. Januar bis 14. Februar 2010, Münster
Trio Parnassus
Robert Schumann als Europäer
 

 

 

Deutsche Kammerakademie Neuss im Mozarteum, Salzburg

Deutsche Kammerakademie Neuss
Michael Haydns zyklische Vollendung

Mit einem ungewöhnlichen und doch perfekt gesetzten Akzent beenden die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein und ihr Label cpo in diesen Tagen das Gedenkjahr zum 200. Todestage Joseph Haydns: in dem man nämlich den fünf Jahre jüngeren und drei Jahre früher verstorbenen Bruder Michael mit Pauken, Trompeten und Hörnerschall zu Worte kommen läßt, auf daß er sich als Symphoniker nicht nur neben dem »großen Haydn« behaupte, sondern als gleichrangiger Individualist darstelle, wie sich eine ausgeprägte künstlerische Persönlichkeit bei praktisch gleicher handwerklicher Ausbildung ihre eigenen Kanäle sucht und durch ihre Selbständigkeit auch die Leistungen des andern beleuchtet.

Kurzum: Man kann Michael Haydn gar nicht mit seinem Bruder verwechseln. Weder im Klang noch in den Tempi, weder in der Erfindung noch der Durchführung. Und das zeichnet die vor vielen Jahren unter Johannes Goritzki begonnene Gesamtaufnahme der Deutschen Kammerakademie Neuss aus, die jetzt mit einem Doppelalbum vorläufig abgeschlossen wurde.


Cover Michael Haydn Symphonien


Weitere Informationen:
www.deutsche-kammerakademie.de

Bestellmöglichkeit: www.jpc.de


 

 

Michael Haydn, Lithographie: Heinrich E. Winter, 1815
Der jüngere Haydn-Bruder war einfallsreich, experimentierfreudig und voll musikalischen Humors. Daß der junge Mozart sich immer wieder an ihm orientierte und ihn sich zum Vorbild nahm, ist da kein Wunder. Bild: Michael Haydn, Lithographie von Heinrich E. Winter, 1815

Immer wenn eine verlorengeglaubte der 41 Symphonien auftauchte, wurde sie sofort produziert. Das brauchte seine Zeit. Sieben der noch fehlenden Symphonien des »kleinen Bruders« hat Frank Beermann nun mit dem exzellenten Kammerorchester vom Rhein eingespielt und dabei dieselbe spielerische Attitüde an den Tag gelegt, die beispielsweise seine fabelhaften Reznicek-Aufnahmen aus dem Hause cpo kennzeichnen: Die leichte Hand in den Allegro- und Prestosätzen, die verblüffende und doch völlig stimmige »pace« der Andantes und die Geschmeidigkeit der Menuetten zeichnen ein in jeder Hinsicht sympathisches Bild – vom Komponisten, vom Dirigenten und der Deutschen Kammerakademie Neuss.


DIE NEUHEIT
MICHAEL HAYDN (1737-1806)
Symphonien Nr. 14, 17, 19, 24, 29, 33, 40 & 41 sowie F-Dur MH 25
Deutsche Kammerakademie Neuss
Frank Beermann, Johannes Goritzki
2 CDs cpo 777 137-2
(zu beziehen über den jpc-Mailorder-Service, Tel: 0180-525 1717 – 0,14 Euro aus dem dt. Festnetz, Mobilfunknetze abweichend)




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