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Linos Ensemble & Konstanze Eickhorst   April / Mai 2009

 

Andrey Boreyko, Fotograph (c) Christoph Rüttger


Das Linos Ensemble, Konstanze Eickhorst
& die Kammermusik von Louise Farrenc

»Ich hätte so gern, doch man ließ mich ja nicht!« Der Klagegesang gescheiterter Künstlerexistenzen ist beileibe nicht einem Geschlechte oder einer einzigen Disziplin zuzuordnen.

Ausschlaggebend ist neben Talent und Fleiß vor allem eine überdurchschnittliche Zielstrebigkeit, die sich nicht von jeder kritischen oder selbtkritischen Anmerkung den Wind aus den Segeln nehmen beziehungsweise das Herdfeuer entwenden läßt: Dann klappt's auch mit dem Komponieren wie bei der Französin Louise Farrenc (1804–1875), an deren schöpferischer Tätigkeit schon ihre Zeitgenossen keinen Zweifel hatten, da die Schülerin von Antonín Reicha, Ignaz Moscheles und Johann Nepomuk Hummel in ihren Symphonien, Klavierwerken und zum Teil recht ungewöhnlich instrumentierten Kammermusiken einen eigenen, ausgesprochen kraftvollen Weg verfolgte, den man – wenn's nicht völlig »unmöglich« wäre – beinahe als eine Abkürzung zwischen Beethoven und jüngeren Gestalten wie Camille Saint-Saëns bezeichnen könnte.

Louise Farrenc Cover

Ausführliche Informationen: www.linos-ensemble.de
www.konstanze-eickhorst.de





Nachdem die Pianistin Konstanze Eickhorst bei cpo bereits eine Auswahl vornehmlich virtuoser Klavierstücke eingespielt und überdies mit den Musikern des Linos Ensembles die Klavierquintette op. 30 und 31 der vielfach geehrten Komponistin herausgebracht hat, zeigt die jüngste Einspielung wiederum einen für die französische Musiklandschaft des 19. Jahrhunderts beinahe unerhörten Wagemut:

Sowohl die Klaviertrios op. 33 und op. 44 aus der Zeit um 1850 wie auch das etwa zehn Jahre jüngere Sextett für Klavier und Bläser op. 40 bewegten sich damals am Rande der »modischen Legalität« in einem Lande, dem die Oper damals fast alles war.


Daß es Louise Farrenc dennoch zu einer Professur am Conservatoire de Paris brachte, vielfach aufgeführt und mit zahlreichen renommierten Auszeichnungen bedacht wurde, spricht für ein immenses schöpferisches Potential von jener hohen und natürlichen Zielstrebigkeit, die keiner äußeren Genehmigung bedarf.




Louise Farrenc (1804-1875)
Sextett op. 40 für Klavier & Bläserquintett
Klaviertrio Nr. 1 Es-Dur op. 33
Trio Nr. 3 Es-Dur op. 44 für Klavier, Klarinette, Violoncello Linos Ensemble
mit Konstanze Eickhorst, Klavier
cpo 777 256-2

(zu beziehen über den jpc-Mailorder-Service, Tel: 0180-525 1717 - oder www.jpc.de)









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