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Kurt Leimer Klavierwettbewerb 2008   16. November 2008

 


Bayan Kozhakhmetova, Foto: www.photo-werkstatt.ch

 
Kurt Leimer Klavierwettbewerb 2008
Die Gewinner


Mit einem geteilten ersten sowie einem dritten Preis endete der zweite Kurt Leimer Klavierwettbewerb, dessen internationales Teilnehmerfeld es auch in diesem Jahr der Jury gewiss nicht ganz leicht gemacht hat. Doch die Entscheidung ist gefallen und wurde von Dr. Elmar Weingarten, dem Intendanten der Tonhalle Zürich und Präsidenten der Jury, soeben bekanntgegeben.

Demnach geht der erste Preis an die bulgarische Pianistin Irina Georgieva und ihre kasachische Kollegin Bayan Kozhakhmetova, die infolgedessen ein Förderstipendium von je 18.500 Franken erhalten. Die 1978 in Sofia geborene Irina Georgieva studiert bei Rudolf Buchbinder an der Musikakademie in Basel und überzeugte durch ein außerordentlich nobles Spiel, das trotz seiner leicht distanzierten Haltung die ganze Musikalität der jungen Künstlerin zur Entfaltung brachte: Die eindrucksvolle Bühnenpräsenz und absolute Schlüssigkeit, mit der sie die Chaconne von Sofia Gubaidulina vortrug, war ein Erlebnis, das weit über die Dauer des Wettbewerbs in Erinnerung bleiben wird.

Die 28jährige Bayan Kozhakhmetova beendete 2005 ihre Ausbildung an der Hochschule der Künste in Bern mit dem Konzertdiplom. Seit 2006 bereitet sie sich in der Klasse von Tomasz Herbut auf ihr Solistendiplom vor, und auch sie dürfte sich um ihre künstlerische Zukunft keine Gedanken machen: Mit blitzsauberer Pianistik und Ausdruckskunst faszinierte sie die Juroren insbesondere in dem Klavierstück Splitter op. 6d von György Kurtag.

Den dritten Platz erreichte eine der jüngsten Teilnehmerinnen des Wettbewerbs: die 1983 geborene Chinesin Hui-Hui Weng, die seit 2003 am ‚Institut für Tasteninstrumente der Universität der Musik und darstellende Kunst in Wien’ studiert. Sie eroberte das Herz der Jury durch die enorme Souveränität, mit der sie in der kammermusikalischen Runde verschiedene Defizite ihrer Mitspieler ausglich und sich als geradezu überschäumendes Talent erwies. Die Förderung ihres großen Potentials ist der Kurt Leimer Stiftung ein Preisgeld von 10.000 Franken wert, und Hui-Hui Weng bedankte sich für den Entscheid mit einer Haydn-Sonate, in der Witz, Charme, Ironie und tiefere Bedeutung einander vorzüglich ergänzten.

Irina Georgieva, Foto www.photo-werkstatt.ch Irina Georgieva, Foto: www.photo-werkstatt.ch


Verliehen wurden die Preise von Henriette Leimer, der Präsidentin des Stiftungsrates, und dem Juror Michael Schäfer von der Hochschule für Musik und Theater München.

Die gemeinnützige Kurt Leimer Stiftung fördert junge Klaviertalente und pflegt damit in lebendiger und nachhaltiger Weise das Andenken an den Konzertpianisten, Komponisten und Klavierpädagogen Kurt Leimer (1920
-1974). Im Zentrum der Stiftungsarbeit steht die Durchführung des Kurt Leimer Klavierwettbewerbs. Dieser wird von der Kurt Leimer Stiftung in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, ausgetragen und richtet sich an junge Klaviertalente. Der Kurt Leimer Klavierwettbewerb versteht sich als ein Beitrag zur hochrangigen Nachwuchsförderung, weshalb die Preise als Förderstipendien ausgesetzt und darüber hinaus für die Preisträger Konzerte organisiert werden.

Weitere Informationen:
www.kurtleimer.ch


Hui Hui Weng, Foto: www.photo-werkstatt.ch
Hui-Hui Weng, Foto: www.photo-werkstatt.ch

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