Auf den Grundfesten der Klassiker ruht die Arbeit der Deutschen Kammerakademie Neuss. Joseph und Michael Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, aber auch Zeitgenossen wie Luigi Boccherini bilden die tragenden Säulen, um die sich innovative Programmgestaltungen, experimentelle Kombinationen und zum gro en Teil aufsehenerregende CD-Einspielungen in solcher Weise ranken, dass das Ensemble während seines bislang drei igjährigen Bestehens zu einer bekannten Grö e des internationalen Musiklebens geworden ist: Inspiriertes Musizieren, eine an jedem Pult unverkennbare Leistungsbereitschaft, hohes persönliches Engagement und die unablässige Bereitschaft zur Weiterentwicklung prägen das Bild der Kammerakademie.
Dass diese Merkmale über die Jahre und Jahrzehnte erhalten, wo nicht in feinsinniger Weise kultiviert wurden, liegt nicht zuletzt auch an Chefdirigent Lavard Skou-Larsen, der soeben für drei weitere Jahre in dem Amt bestätigt wurde, das er mit Beginn der Saison 2005/6 angetreten hat.
Lavard Skou-Larsen wurde 1962 in Porto Alegre, Brasilien, geboren. Mit vier Jahren begann er das Violinstudium bei seinem Vater Gunnar, ergänzt von Unterweisungen durch Ernst Moravec in Wien. Vierzehnjährig wurde er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mozarteum in Salzburg in die Violinklasse von Helmut Zehetmair aufgenommen. Nach seinem Diplom mit Auszeichnung schloss er sich der Violin- und Kammermusikklasse von Sandor Végh an.
Lavard Skou-Larsen gewann mehrere renommierte Wettbewerbe und ist ebenso als Solist wie auch als Dirigent tätig. 1991 gründete er die Salzburg Chamber Soloists, und 1996 wurde er zum künstlerischen Leiter des Kammerorchesters der Europäischen Union ernannt, das unter dem Patronat Ihrer Majestät Königin Sophie von Spanien weltweit als kultureller Botschafter konzertiert. Ferner leitet Lavard Skou-Larsen eine Klasse für Violine am Salzburger Mozarteum.
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Auch die Spielzeit 2008/9 zeigt wieder die Freude an Experiment und Raritäten, die sich als eine subtil geplante Raum-Zeit-Reise artikuliert: Wenn im ersten Konzert der Minimalist Philip Glass ein Tiroler Volkslied entdeckt, im zweiten der französische Meister Jean-Philippe Rameau uns zu den galanten Indianern entführt, im dritten der Böhme Antonín Dvorák seine heimische Wälder besingt; wenn dann im vierten Programm die Familie Bach durch Deutschland zieht, Arvo Pärt im fünften die innern magischen Landschaften erforscht und beim sechsten Konzert der Bonner Ludwig van Beethoven von seinen Triumphen in Wien erzählt dann werden die Zuhörer wieder einmal Zeuge jener grenzenlosen Kommunikation, die nur und allein die Musik ermöglicht, ganz gleich, auf welchem Längen- oder Breitengrad sie sich gerade ereignen mag.

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