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Troubadisc   August / September 2006

 

Neu bei Troubadisc:
Renate Eggebrecht spielt Bacewicz, Bartók und andere Zeitgenossen

Einen Mangel an Mut wird man der Geigerin Renate Eggebrecht gewiß nicht nachsagen können. Im Laufe der letzten Jahre hat sie nicht nur das gesamte Solowerk von Max Reger eingespielt, sondern auch ein erstes Solo-Recital präsentiert, das mit viersaitigen Raritäten von Reger und seiner Schülerin Johanna Senfter sowie Kompositionen von Nikos Skalkottas und Arthur Honegger einen ganz direkten Bezug zu der gewaltigen Solopartita Nr. 2 d-moll BWV 1040 von Johann Sebastian Bach (»der mit der Chaconne«) herstellte – und immer wieder überzeugte die Künstlerin bei der Bewältigung der zum Teil horrenden Anforderungen durch ihre eigenwilligen Betrachtungsweisen und ihre technische Brillanz.

Jetzt ist das zweite Solo-Recital Violin solo 2 erschienen, das an die bisherigen Unternehmungen anknüpft und im Internet-Portal www.klassik-heute.com bereits Bestnoten hat »einstreichen« können. Schon das Programm ist ein Erlebnis, denn mit den Sonaten von Béla Bartók, Erwin Schulhoff, Grazyna Bacewicz und Darius Milhaud sind vier »Klassiker« des 20. Jahrhunderts zu hören, die eine ganz enorme Palette des modernen Geigenspiels bieten – und die Sonata in Greek Mood, die Dimitri Nicolau vor vier Jahren der Interpretin gewidmet hat, ist schließlich der unumstößliche Beweis dafür, daß sie über musikalischen Sensibilitäten verfügt, an die man sich in unserer Zeit erst wieder wird gewöhnen müssen.

»Die Breite dieser Palette zeigt sich sehr deutlich, wenn man nur die beiden Sonaten von Erwin Schulhoff und Béla Bartók vergleicht. ... Eben diese Differenzierung nun arbeitet Eggebrecht sehr überzeugend heraus, mit tonschönem Spiel, im rechten Augenblick aber auch mit Sinn für das rauhe Moment. ... Im Vergleich dazu demonstriert schon die stilisierte Ciaccona, mit der Bartók seine Solosonate eröffnet, wie ungleich stärker zielgerichtet komponiert werden kann, wenn eine wie auch immer vielschichtig gebrochene Tonalität zugelassen wird. Interessant zu hören ist nun, wie Eggebrecht hier einen viel feineren, weniger spröden, weitaus klangvolleren Ton etabliert – dies ist ein interpretatorischer Stilwechsel, der zeigt, wie bewußt die Violinistin die Stücke tonlich, artikulatorisch und gestisch je individuell disponiert. ...«
www.klassik-heute.com, 6. Juli 2006

Wir freuen uns, Ihnen mit dieser Neuheit auch das erste Solo-Album der Künstlerin nochmals zur Rezension anbieten zu können.


NEU
Violin Solo Vol. 2

Erwin Schulhoff: Sonate für Violine solo (1927)
Béla Bartók: Sonate Sz 144 für Violine solo (1944)
Grazyna Bacewicz: Sonata für Violine solo (1958)
Darius Milhaud: Sonatine pastorale op. 383 für Violine solo (1960)
Dimitri Nicolau: Solo Violin Sonata in greek mood (2002)
Renate Eggebrecht, Violine
Troubadisc TRO-SACD 01429
(Vertrieb: KLASSIK-CENTER-KASSEL)


Backkatalog
Violin Solo Vol. 1

Max Reger: Chaconne in g-moll op. 117 Nr. 4 für Violine solo (1910)
Johanna Senfter: Sonata op. 61 für Violine solo (1925/30)
Nikos Skalkottas: Sonate für Violine solo (1925)
Arthur Honegger: Sonate für Violine solo (1940)
Renate Eggebrecht, Violine
Troubadisc TRO-CD 01424
(Vertrieb: KLASSIK-CENTER-KASSEL)


Weitere Informationen:
www.troubadisc.de

 

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