So
stellen sich die Programme des Jahres 2006 dar als Überschreitungen
und Erweiterungen, die nur deshalb funktionieren, weil die
Erde – allen anderslautenden Behauptungen zum Trotz
– noch immer keine Scheibe ist und weil sich die Musik
ungeachtet aller Bemühungen noch immer nicht über
einen Kamm scheren oder einen Leisten schlagen läßt.
KlangZeitMünster
2006: Grenzgänge bringt die Werke prominenter
Grenzgänger der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
wie Leos Janácek, Anton Webern und Giacinto Scelsi;
schlägt den Bogen über Karlheinz Stockhausen,
Bernd Alois Zimmermann und John Cage bis zur Improvisation
und Installation, zu West-Östlichen Begegnungen und
zur Weltmusik. Eine Hommage an den vor einigen Jahren verstorbenen
Jazz-Kontrabassisten und Vater des Global Village-Projektes,
Peter Kowald, zeigt die Bandbreite, die durch Ulrich Kriegers
Fathom noch einmal erweitert wird: Das 2003 in
New York uraufgeführte Werk ist ein ständiger
Wechsel zwischen U- und E-Musik, eine permanente stilistische
Fluktuation ...
Wie
immer wurden verschiedene Kompositionsaufträge vergeben:
Das KlangZeit-Fluxus-Ensemble unter Leitung von Stephan
Froleyks wird ein Werk der Niederländerin Mayke Nass
uraufführen, dazu kommen neue Stücke der Chinesen
Qin Wenchen sowie Shih. Und die niederländische Röntgen-Connection
befaßt sich in besonderer Weise mit den Grenzgängen
zwischen Neuen Klängen und Alten Instrumenten.
Detaillierte
Programme finden Sie im Internet unter:
www.klangzeit-muenster.de
