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CD-Newsletter

Ausgabe: August / September 2006

Inhalt:

 

 

Zeit für ungewohnte Klänge
KlangZeitFestival Münster 2006: Grenzgänge

10 Jahre Neusser Musicalwochen
Pollicino & Happy End

Neu bei Troubadisc:
Renate Eggebrecht spielt Bacewicz, Bartók und andere Zeitgenossen

Die neue Spielzeit 2006/7
Die Bremer Philharmoniker

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Prinzipalmarkt Münster © Münster Marketing

Zeit für ungewohnte Klänge
KlangZeitFestival Münster 2006: Grenzgänge

Am 25. Oktober 2006 beginnt das diesjährige KlangZeit-Festival der Gesellschaft für Neue Musik Münster, das sich inzwischen zu einer weithin beachteten Biennale ausgewachsen und die Augen nicht nur der Region auf ungewöhnliche Facetten und Betrachtungsweisen gelenkt hat.


Karlheinz Stockhausen
Copyright: Rolando Paolo Guerzoni

Nach Mystik & Maschine, Perkussion und HörenSagen: erzählende Musik – Musiktheater stehen die zehn Konzerte dieses Jahres unter dem Motto Grenzgänge – womit letztlich auf subtile Weise einer ganz bestimmten Art der kulturellen Globalisierung eine Absage erteilt wird: Denn Grenzen lassen sich, so banal es ist, nur dann überschreiten, wenn sie existieren; Spannungsfelder unterschiedlicher Stile können nur erzeugt werden, wenn Einheitsstile keine Chance haben; und neue Regionen lassen sich nur erkunden, wenn man sich seiner Herkunft wirklich bewußt ist.

 

 

So stellen sich die Programme des Jahres 2006 dar als Überschreitungen und Erweiterungen, die nur deshalb funktionieren, weil die Erde – allen anderslautenden Behauptungen zum Trotz – noch immer keine Scheibe ist und weil sich die Musik ungeachtet aller Bemühungen noch immer nicht über einen Kamm scheren oder einen Leisten schlagen läßt.

KlangZeitMünster 2006: Grenzgänge bringt die Werke prominenter Grenzgänger der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie Leos Janácek, Anton Webern und Giacinto Scelsi; schlägt den Bogen über Karlheinz Stockhausen, Bernd Alois Zimmermann und John Cage bis zur Improvisation und Installation, zu West-Östlichen Begegnungen und zur Weltmusik. Eine Hommage an den vor einigen Jahren verstorbenen Jazz-Kontrabassisten und Vater des Global Village-Projektes, Peter Kowald, zeigt die Bandbreite, die durch Ulrich Kriegers Fathom noch einmal erweitert wird: Das 2003 in New York uraufgeführte Werk ist ein ständiger Wechsel zwischen U- und E-Musik, eine permanente stilistische Fluktuation ...

Wie immer wurden verschiedene Kompositionsaufträge vergeben: Das KlangZeit-Fluxus-Ensemble unter Leitung von Stephan Froleyks wird ein Werk der Niederländerin Mayke Nass uraufführen, dazu kommen neue Stücke der Chinesen Qin Wenchen sowie Shih. Und die niederländische Röntgen-Connection befaßt sich in besonderer Weise mit den Grenzgängen zwischen Neuen Klängen und Alten Instrumenten.

Detaillierte Programme finden Sie im Internet unter:
www.klangzeit-muenster.de


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