Vom
16. bis zum 28. Mai werden in Münster
Künstler der unterschiedlichsten geographischen Herkunft
und musikalischen Couleurs das vermutlich populärste Instrument
der Welt von all seinen Saiten beleuchten, in den verschiedensten
Facetten zum Klingen bringen und damit für eine künstlerische
Vielfalt sorgen, deren enormes Spektrum ohne Zweifel für
jeden Musikfreund etwas zu bieten hat.
In
der Tat ist der Veranstaltungskalender des Internationalen
Gitarrenfestivals Münster gespickt mit den
verschiedenartigsten Spielarten und Darbietungsformen. Vom modernen
Konzertinstrument werden Brücken geschlagen zu Jazz und
Flamenco, zur E-Gitarre und zu den historischen Vorläufern;
Solorecitals stehen ebenso auf dem Plan wie verschiedene kammermusikalische
Formationen und Konzerte mit symphonischem Orchester. Überdies
finden in einem Rahmenprogramm Meisterklassen und Ausstellungen
statt.
Die
Meisterklassen werden von Pavel Steidl, Eduardo
Fernández und Shin-ichi Fukuda abgehalten, die natürlich
auch mit ihren eigenen Programmen auftreten werden. Die Spezialität
des Tschechen Pavel Steidl ist die Gitarrenmusik des 19. Jahrhunderts
und deren Aufführung auf originalen Instrumenten. Seine
bestechende Auseinandersetzung mit der Literatur geschieht auf
eine erfrischend humoristische, dabei in allen technischen Belangen
derart kompetente Weise, daß ihn die italienische Fachzeitschrift
GuitArt unlängst zu den acht bedeutendsten Gitarristen
der Welt gerechnet hat.
Das
Composer’s Portrait ist dem großen
japanischen Komponisten Tôru Takemitsu
gewidmet, dem die teilnehmenden Musiker zum 10. Todestag ihre
Reverenz erweisen.
Mit von der Partie ist beispielsweise auch der amerikanische
Jazzgitarrist Ralph Towner,
der mit seiner neuen CD »Time Line« für Schlagzeilen
sorgt. Der Kreis rundet sich mit einem Superstar des Flamenco:
Dreimal hat Pepe Justicia den Ersten Preis im wichtigsten Flamenco-Nationalwettbewerb
seiner spanischen Heimat gewonnen – und wenn er mit seiner
Show den Schlußpunkt unter das diesjährige Gitarrenfestival
setzt, wird das Publikum wissen, warum ...