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Bremer Philharmoniker  

Juni/Juli 2005


Neues von den Stadtmusikanten
Die nächste Saison der Bremer Philharmoniker GmbH


»So viel Bremer Philharmoniker hat es noch nie gegeben!« Mit diesen Worten stellten Intendant Christian Kötter und Generalmusikdirektor Lawrence Renes das üppige Programmbuch vor, das die kommende Spielzeit 2005/06 begleiten wird. Und das ist wohl wahr: Denn abgesehen von den traditionellen zwölf Doppelkonzerten wird es insgesamt sechs Sonderkonzerte sowie eine Reihe neuartiger Veranstaltungen geben wird.
Darüber hinaus kann das Orchester nicht nur auf eine 180jährige Tradition zurückblicken, sondern auch dank’ einer flexiblen, zukunftsorientierten Struktur positiv nach vorne schauen. Das war nur möglich, weil sich Intendanz, Aufsichtsrat und Betriebsrat des Orchesters auf einen Stabilitätspakt geeinigt haben, der eigentlich unter Christian Morgensterns oberstes Gesetz hätte fallen müssen. Doch an der Weser konnte dank aller Beteiligten sein, was nicht sein darf, und so kommt es, daß sich die Musiker seit der »Privatisierung zunehmend als Gesellschafter und nicht mehr nur als Arbeiternehmer empfinden,« wie Christian Kötter feststellt. Gregor Daul, Erster Oboist und Betriebsrat, ergänzt, es sei unter seinen Kollegen ein neues Selbstbewußtsein und »die Entwicklung unternehmerischen Geistes« zu verzeichnen, und so ist es kein Wunder, daß die Präsentation der nächsten Saison in bester Stimmung stattfand: Denn die eben zu Ende gegangene Spielzeit war nicht nur ein administrativer, sondern auch ein großer künstlerischer Erfolg, wie allein schon der 20prozentige Zuwachs der Abonnements erkennen läßt.
Zuwächse verzeichnet auch das Programm für 2005/06. Aufgrund des großen Anklangs wird die Zahl der Familienkonzerte erhöht. Die gelungene Jugendarbeit wird überdies dadurch bestätigt, daß am 10. Juni 2005 eine Kooperation mit dem Landesinstitut für Schule unterzeichnet wird, wodurch die regelmäßig mit großer Begeisterung stattfindenden Schulprojekte eine Basis für die Zukunft erhalten.

Saisonbuch 2005-06

 

Daneben waren die Kammermusiken am Sonntagmorgen wieder so erfolgreich, daß das Foyer des Theaters am Goetheplatz zu eng wurde. Fortan werden die Matineen im Probensaal der Bremer Philharmoniker in der Plantage 13 stattfinden. Und weil den Musikern ihre selbstinitiierte und in Eigenregie durchgeführte Reihe anscheinend immer größeres Vergnügen bereitet, wird die Zahl der Veranstaltungen auf neun erhöht.
Die Reihe der positiven Entwicklungen läßt sich beliebig fortsetzen. Ausgehend vom Konzept des »Philton-Snack«, bei dem sich die Besucher der Sonntagsmatineen ungezwungen mit den Musikern unterhalten können, wird jetzt für Abonnenten die Reihe der Gourmetkonzerte ins Leben gerufen, die letztlich die Idee der Tafelmusiken aufgreifen. Erstmals wird auch eine Jazz-Nacht am Schlachthof veranstaltet, bei der sich zunächst der Trompeter Claudio Roditi im Zusammenspiel mit Kollegen und Mitgliedern des Orchesters vorstellen wird. Und nicht zuletzt sei darauf hingewiesen, daß der Musikrat die Bremer Philharmoniker auf besondere Weise ausgezeichnet hat, als er ihnen für Februar 2006 sein Dirigentenforum übertrug.
Angesichts so vieler guter Neuigkeiten ist zum Schluß einschränkend zu sagen, daß es auch in der kommenden Saison nicht mehr als das übliche Dutzend an Doppelkonzerten geben wird. Doch auch diese zweimal zwölf Veranstaltungen haben es wieder in sich: Werke von John Adams und Hugo Alfvén; Ludwig van Beethovens Missa solemnis; das Violinkonzert von Johannes Brahms mit Frank Peter Zimmermann, der 2005 sein 30jähriges Bühnenjubiläum feiert; dann die Fortsetzung der Bruckner- und Mahler-Zyklen sowie unter dem Motto Mozart pur ein umfangreicher Beitrag zum 250. Geburtstag des Amadeus — all das und mehr steht auf dem Programm und in dem neuen Saisonbuch, das ab sofort bei den Bremer Philharmonikern zu bestellen ist — entweder telefonisch unter 0421- 62 67 321 oder im Internet: www.bremerphilharmoniker.de.


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