»Wer
gestern abend der Queen’s Hall fernblieb, weil er noch
nie von diesem Orchester gehört hatte, bezahlte für
dieses Zögern, denn er verpaßte den höchsten
Genuß seines Lebens!« Bald siebzig Jahre ist es
her, seit der Kritiker des Londoner Daily Herald am
3. März 1937 das damals gerade vierzehn Jahre alte Kölner
Kammerorchester mit Lobeshymnen bedachte, die angesichts der
politischen Situation und der damit verbundenen Ressentiments
nicht hoch genug eingeschätzt werden können: Bei seinem
ersten und für lange Jahre einzigen Auslandsgastspiel vereinigte
das 1923 von Hermann Abendroth gegründete und nach dessen
Fortgang aus Köln von Erich Kraak geleitete Ensemble »die
geschmeidige Feinheit eines Streichquartetts mit der tonlichen
Vielfalt eines Orchesters von doppelter Größe«.
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Deutlich mehr
als 200 Tonträger mit Werken von Vivaldi bis Beethoven
dokumentieren inzwischen die künstlerischen Leistungen
des Ensembles, das seit nunmehr über vierzig Jahren unter
der Leitung von Helmut Müller-Brühl eine regionale,
nationale und internationale Größe geworden ist.
Rund 3000 (in Worten: dreitausend) Abonnenten besuchen alljährlich
die Konzertreihe Das Meisterwerk in der Kölner
Philharmonie; dazu kommen als weitere feste Einrichtungen seit
1997 ein gleichnamiger Zyklus im Münchner Prinzregententheater
sowie bereits seit 1995 eine Veranstaltungsreihe im Pariser
Théâtre des Champs Elysées: Allein diese
Resultate einer konsequenten, traditionsbewußten und zugleich
stets experimentierfreudigen Vorgehensweise dürften hier
und da gewisse Neidgefühle aufkommen lassen und die Frage
aufwerfen, wie solche Erfolge zu erklären sind —
wo das Kernrepertoire dieses Kammerorchesters bis dato nie über
die Zeit der Klassik hinausging.
Wir freuen uns, Sie von jetzt an regelmäßig über
das Kölner Kammerorchester und seinen musikalischen Leiter
Helmut Müller-Brühl informieren zu können. In
einer Mischung aus historischen Betrachtungen, Nachrichten,
Zukunftsaussichten, ausgewählten Backkatalog-Veröffentlichungen
und aktuellen CD-Neuheiten werden wir zusehen, ob wir dem Geheimnis
eines Erfolgs auf die Spur kommen, der seinesgleichen sucht.
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KONZERTÜBERSICHT
JUNI/JULI 2005 |
| 19.06.2005 |
Köln,
Philharmonie |
| 20.06.2005 |
Paris,
Théâtre des Champs Élysées |
| 24.06.2005 |
Mülheim/Ruhr,
Stadthalle
Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert A KV 414, Sinfonie A KV 201,
Klavierkonzert A KV 488, Rondo A KV 386
Solisten: Sebastian Knauer, Klavier (19./20.06)
Ragna Schirmer, Klavier (24.06.) |
| 25.06.2005
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Köln,
Philharmonie |
| 26.06.2005 |
Mülheim/Ruhr,
Stadthalle
Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert F KV 413, Sinfonie B KV 319
Klavierkonzert F KV 459
Solist: Anna Gourari, Klavier |
| 30.06.2005 |
Essen,
Philharmonie |
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01.07.2005 |
Mülheim/Ruhr,
Stadthalle |
| 03.07.2005 |
Köln,
Philharmonie, 11.00 Uhr |
| 03.07.2005
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Mülheim/Ruhr,
Stadthalle, 20.00 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart
30.06. Sinfonie B KV 319, Konzert C KV 299 Flöte/Harfe,
Sinfonie C KV 425 Linzer
Solisten: Michael Martin Kofler, Flöte
Han-An Liu, Harfe
01.07. Klavierkonzert C KV 246, Sinfonie C KV 425 Linzer,
Klavierkonzert C KV 467
Solist: Jasminca Stancul, Klavier
03.07. Klavierkonzert G KV 453, Sinfonie D
KV 504 Prager, Klavierkonzerte D KV 451
Solist: Mihaela Ursuleasa, Klavier
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Weitere
Informationen:
www.koelnerkammerorchester.de
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