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CD-Newsletter

Ausgabe: Juni / Juli 2005

Inhalt:

Helmut Müller-Brühl
und das Kölner Kammerorchester

Musikalisch erfüllte Zeit
Johann Sebastian Bachs geistliche Solokantaten

Natürlich in Wesen und Gestaltung
Das Kölner Kammerorchester mit Beethoven

Die Geburt einer neuen Gattung
Das Linos Ensemble spielt Kammermusik von Ferdinand Ries

Neues von den Stadtmusikanten
Die nächste Saison der Bremer Philharmoniker GmbH

 

 

 



Helmut Müller-Brühl
und das Kölner Kammerorchester


»Wer gestern abend der Queen’s Hall fernblieb, weil er noch nie von diesem Orchester gehört hatte, bezahlte für dieses Zögern, denn er verpaßte den höchsten Genuß seines Lebens!« Bald siebzig Jahre ist es her, seit der Kritiker des Londoner Daily Herald am 3. März 1937 das damals gerade vierzehn Jahre alte Kölner Kammerorchester mit Lobeshymnen bedachte, die angesichts der politischen Situation und der damit verbundenen Ressentiments nicht hoch genug eingeschätzt werden können: Bei seinem ersten und für lange Jahre einzigen Auslandsgastspiel vereinigte das 1923 von Hermann Abendroth gegründete und nach dessen Fortgang aus Köln von Erich Kraak geleitete Ensemble »die geschmeidige Feinheit eines Streichquartetts mit der tonlichen Vielfalt eines Orchesters von doppelter Größe«.
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Deutlich mehr als 200 Tonträger mit Werken von Vivaldi bis Beethoven dokumentieren inzwischen die künstlerischen Leistungen des Ensembles, das seit nunmehr über vierzig Jahren unter der Leitung von Helmut Müller-Brühl eine regionale, nationale und internationale Größe geworden ist. Rund 3000 (in Worten: dreitausend) Abonnenten besuchen alljährlich die Konzertreihe Das Meisterwerk in der Kölner Philharmonie; dazu kommen als weitere feste Einrichtungen seit 1997 ein gleichnamiger Zyklus im Münchner Prinzregententheater sowie bereits seit 1995 eine Veranstaltungsreihe im Pariser Théâtre des Champs Elysées: Allein diese Resultate einer konsequenten, traditionsbewußten und zugleich stets experimentierfreudigen Vorgehensweise dürften hier und da gewisse Neidgefühle aufkommen lassen und die Frage aufwerfen, wie solche Erfolge zu erklären sind — wo das Kernrepertoire dieses Kammerorchesters bis dato nie über die Zeit der Klassik hinausging.
Wir freuen uns, Sie von jetzt an regelmäßig über das Kölner Kammerorchester und seinen musikalischen Leiter Helmut Müller-Brühl informieren zu können. In einer Mischung aus historischen Betrachtungen, Nachrichten, Zukunftsaussichten, ausgewählten Backkatalog-Veröffentlichungen und aktuellen CD-Neuheiten werden wir zusehen, ob wir dem Geheimnis eines Erfolgs auf die Spur kommen, der seinesgleichen sucht.

KONZERTÜBERSICHT JUNI/JULI 2005
19.06.2005 Köln, Philharmonie
20.06.2005 Paris, Théâtre des Champs Élysées
24.06.2005 Mülheim/Ruhr, Stadthalle
Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert A KV 414, Sinfonie A KV 201,
Klavierkonzert A KV 488, Rondo A KV 386
Solisten: Sebastian Knauer, Klavier (19./20.06)
Ragna Schirmer, Klavier (24.06.)
25.06.2005 Köln, Philharmonie
26.06.2005 Mülheim/Ruhr, Stadthalle
Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert F KV 413, Sinfonie B KV 319
Klavierkonzert F KV 459
Solist: Anna Gourari, Klavier
30.06.2005 Essen, Philharmonie
01.07.2005 Mülheim/Ruhr, Stadthalle
03.07.2005 Köln, Philharmonie, 11.00 Uhr
03.07.2005 Mülheim/Ruhr, Stadthalle, 20.00 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart
30.06. Sinfonie B KV 319, Konzert C KV 299 Flöte/Harfe, Sinfonie C KV 425 Linzer
Solisten: Michael Martin Kofler, Flöte
Han-An Liu, Harfe
01.07. Klavierkonzert C KV 246, Sinfonie C KV 425 Linzer,
Klavierkonzert C KV 467
Solist: Jasminca Stancul, Klavier
03.07. Klavierkonzert G KV 453, Sinfonie D
KV 504 Prager, Klavierkonzerte D KV 451
Solist: Mihaela Ursuleasa, Klavier
 

Weitere Informationen:
www.koelnerkammerorchester.de




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