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Februar/März 2005


Romantische EigenArt: Das Trio Vivente spielt Franz Schubert

Bremer Philharmoniker
Christian Kötter wurde mit sofortiger Wirkung zum Intendanten ernannt


»Eine so stimmige Phrasierung und eine so ausgefeilte Klangbalance findet unter den Kammermusik-Neuerschei-nungen der letzten Jahre – zumal in dieser Besetzung – nicht so schnell ihresgleichen... Ein Fest für jeden Kammermusikfreund,« schwärmte der Rezensent von Klassik heute vor zwei Jahren, nachdem er die erste EigenArt-CD des Trio Vivente mit Jutta Ernst (Klavier), Anne Katharina Schreiber (Violine) und Kristin von der Goltz (Violoncello) gehört hatte. Fünf Klaviertrios von Joseph Haydn bildeten das Programm des erfolgreichen Debüts, das »weit über jede unverbindliche Unterhaltung hinaus[weist] – nicht selten bis in Schubertsche Tiefenschichten.« (RONDO, 9/2002)

Eben diese erahnten Schichten konkretisieren die drei seit 1992 miteinander musizierenden Künstlerinnen in ihrer zweiten EigenArt-Produktion. Nach kaum mehr als zehn Minuten wird der leichte Plauderton des kleinen B-dur-Trios D. 28 verlassen, und es beginnt die Reise durch den Kosmos des völlig anders dimensionierten, großen Schwesterwerkes, das zwar in derselben Tonart B-dur und für dieselben Instrumente geschrieben ist, mit dem zierlichen, ja beinahe kindlichen Spiel des vorigen keine Gemeinsamkeiten mehr hat: Schuberts Ruh’ ist hin, auch wenn er den innern Aufruhr hier mit scheinbarer Leichtfertigkeit camoufliert – es ist schon eine rechte Kunst, diesen Tanz auf dünnstem Eis in all seiner Ambivalenz zu tanzen.

Franz Schubert
Klaviertrios B-dur D. 28 & D. 898
Trio Vivente
EigenArt 10.350
(Vertrieb: Joh. Gebhardt, D-72144 Dußlingen)


TRIO VIVENTE – Konzerttermine 2005
     
12. Febr. 2005 Sankt Ingbert
Stadthalle
Werke von Schumann, Grieg und Brahms
13. Febr. 2005 Pirmasens
Carolinensaal
Werke von Schumann, Grieg und Brahms
01. März 2005 Bonn
Schumannhaus
Werke von C. und R. Schumann und Rihm
17. April 2005 Frankfurt
Festeburgkirche
Werke von Schumann, Rihm und Brahms
05. Mai 2005 Bad Aibling
Kurhaus
Werke von C. und R. Schumann und Rihm
05. Juni 2005 Bonn
»Rheinseits«
Werke von Beethoven und Brahms
26. Juni 2005 Ludwigsburger Schloßfestspiele
Werke von Beethoven und Rihm
14. Juli 2005 Kloster St. Blasien
Werke von Schumann, Grieg und Brahms
09. Okt. 2005 Bad Soden
L.v. Beethoven: Tripelkonzert


Weitere Informationen:
www.trio-vivente.de

 

Der äußerst erfreulichen Entwicklung bei den Bremer Philharmonikern hat der Aufsichtsrat jetzt Rechnung getragen: Christian Kötter, bisher kaufmännischer Geschäftsführer und Orchesterdirektor des bremischen Traditionsorchesters, wurde mit sofortiger Wirkung zum Intendanten ernannt. Sein Vertrag wurde vorzeitig bis zum Jahr 2010 verlängert.

Kötter wuchs in Witten/Ruhr auf und genoß seit früher Kindheit die verschiedensten musikalischen Förderungen schwerpunktmäßig als Cellist. Neben dem Studium der Rechtswissenschaften ging Christian Kötter einer Dozententätigkeit nach und engagierte sich in Bereichen des Musikmanagements u.a. als Konzertveranstalter. Nach dem 2. Staatsexamen wurde er zunächst Geschäftsführer der Deutschen Kammerakademie Neuss, die er mit rund 50 Konzerten jährlich, zahlreichen CD- und Rundfunkaufnahmen sowie In- und Auslandstourneen vier Jahre lang leitete. 2001 wechselte er als Intendant zur Kammerphilharmonie Amadé.

Mit der Bremer Philharmoniker GmbH vollzog Christian Kötter ab 2002 den Unternehmenswandel vom Staatsorchester zu einer GmbH, die sich mehrheitlich in privater Hand befindet und in der die Musiker selbst als Gesellschafter fungieren – ein in Deutschland bisher einmaliger Vorgang. Zuletzt sorgte die Meldung über den 20%igen Abonnentenanstieg für Erstaunen in der Orchesterlandschaft.

Ausführliche Informationen zum Orchester:
www.bremerphilharmoniker.de

 


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