Am
19. Oktober ging der 10. Bremer Klavierwettbewerb in einem furiosen
Abschlusskonzert mit den Bremer Philharmonikern unter Leitung
von István Dénes zu Ende.
Der begeisterte
Applaus tags zuvor in der Finalrunde krönte bereits den
Sieger: David Meier. “Der 28 Jahre alte Deutsche bestach
(...) durch eine ausgeweitete Klangaura, er öffnete sich
willig, ja schon etwas selbstbestimmt dem Dialog, um dann wieder,
wenn das Orchester thematisch führend ist, mit prägnanten
und farbig differenzierten Figuren das Mitspracherecht zu behaupten.
Sehr schön, geradezu ergreifend, wie David Meier das Gegeneinander
von Orchester und Solo aus der finsteren Resignation im zweiten
Satz zur Entspannung führte, nämlich nicht in ein
heiteres, sondern tiefsinnig schillerndes Ende. Und nicht scherzende
Fröhlichkeit war im Finalsatz zu hören, eher ein drängender
Freiheitswille. Kein Zweifel: Hier kündigte sich eine starke,
sicher noch reifende künstlerische Potenz” (Weser-Kurier,
20.10.05)
Die
internationale Jury, zu der unter anderen Cécile Ousset
und Gülsin Onay gehörten, hatte in diesem Jahr nur
zwei Finalisten zugelassen: die junge Russin Maria Dvoskina
sowie David Meier. Der 3. Preis wurde nicht vergeben.
Weiterhin
sollte erwähnt werden: David Meier gewann neben dem 1.
Preis des Wettbewerbs (8.000 Euro) auch den Publikumspreis (1.500
Euro) sowie die Prämien für die besten Interpretationen
einer Beethoven-Sonate, des Auftragswerkes von Violeta Dinescú
und für sein Bach-Spiel. Maria Dvoskina, die Zweitplazierte
(5.000 Euro), erhielt eine Prämie für die beste Wiedergabe
eines romantischen Werkes. Es wurden insgesamt neun Förderpreise
vergeben. Der Wettbewerb war mit insgesamt 25.000 Euro dotiert.
Weitere
Informationen: www.bremerklavierwettbewerb.org

Foto 1 Preisträger BKW ’05 von links nach rechts
David Meier (Deutschland), Nikolai Gangnus (Russland), Maria
Dvoskina (Russland), Razvan Costin Filipoiu (Rumänien),
Barbara Giepner (Deutschland), Aleksander Debicz (Polen), Jaroslaw
Kaliski (Polen)