Home | Künstler |CD-Newsletter |Kontakt |Aktuell
CD-Newsletter
TACET:   September 2004

 

TACET:
AURYN’s Beethoven

– Folge 2


Fotograph des Waldfotos
Auryn Quartett (CD-Rom):
© Manfred Esser

Eine ganz persönliche Note – oder:
Die EigenArt des Cellisten Dirk Wietheger


Fotograph des Künstlerfotos
Wietheger/Seki (CD-Rom):
© Klaus Rudolph

Die Inkubationszeit beträgt gerade einmal dreißig Sekunden: So lange nämlich dauert die symphonische Initialzündung, mit dem die vier Musiker der Kindlichen Kaiserin den Beginn des ersten Rasumowsky-Quartetts aus der Stille emporreißen und ihren immer wieder ansteckenden Auryn-Glanz in uns hineinprojizieren. Und wieder einmal ist es um uns geschehen ...
Nach dem sechsteiligen Opus 18, mit dem TACET vor einigen Wochen die Gesamtveröffentlichung der Beethoven-Quartette unerhört phantasievoll eingeleitet hat, sind jetzt auch die »russische« Trilogie Opus 59 und das Harfenquartett op. 74 erhältlich, vier Werke aus der sogenannten »mittleren« Schaffensperiode. Das Auryn Quartett spielt die frühen Fingerzeige, von denen das erste halbe Dutzend nur so überquillt, ebenso konsequent in die Zukunft wie es jetzt die mittleren Hinweise auf die ungeschriebenen Symphonien der letzten Jahre herausarbeitet, ohne dabei den aktuellen Boden unter den Füßen zu verlieren: Das Kunststück, Herkunft, kompositorische Gegenwart und Prophetie eins werden zu lassen – dieses Kunststück ist nur wenigen Ensembles (zumindest im Zeitalter des Tonträgers) gelungen. Die Stars des Labels gehören dazu:
»Das Quartettspiel scheint für die vier Auryns zum Lebenselixier geworden zu sein – seit 23 Jahren begegnen sie sich dabei auf immer höherem Niveau. Mit den Quartetten op. 18 haben sie zweifelsohne einen Höhepunkt erreicht.« (Michael Krügerke in der WDR-Sendung HörZeichen am 14. Juli 2004)

Ludwig van Beethoven
Die Streichquartette Vol. 2

Auryn Quartett
TACET 2CD 125
(Vertriebe: Deutschland: Johannes Gebhardt, D-72144 Dußlingen, Österreich:
Music Partner, A-2340 Mödling, Schweiz: Smart Music Sàrl, CH-1337 Vallorbe)

Weitere Informationen:
www.tacet.de
www.auryn-quartett.de

 

Daß die Cover-Gestaltung eigenArtig an die Frontseiten des TACET-Katalogs erinnert, ist weder Zufall noch unbeabsichtigt, denn für beide Produktreihen zeichnet Andreas Spreer verantwortlich, der mit seinem kleinen Label EigenArt jungen, vielversprechenden Künstlern sein großes klangtechnisches Knowhow und sein tonmeisterliches Gespür zur Verfügung stellt.
Im vorliegenden Fall widmete er sich dem 1972 in Münster geborenen Cellisten Dirk Wietheger, der hier ein außerordentlich gewagtes Programm präsentiert. Neben dem bekannten Märchen von Leos Janácek und der noch populäreren Sonate von Edvard Grieg spielt er die Zehn Präludien für Violoncello solo, in denen Sofia Gubaidulina 1974 eine unerhört anspruchsvolle und spannende Vielfalt technischer Möglichkeiten ausgelotet hat. Wiethegers direkte Beziehung zu der großen russischen Komponistin ist garantiert, denn schließlich studierte er unter anderem bei Karine Georgian an der Musikhochschule Detmold und bei David Geringas, dem Sofia Gubaidulina ihr Cellokonzert Und: das Fest ist in vollem Gange gewidmet hat. Weitere Lehrer des Künstlers, der seit 2001 zu dem internationalen Solistenensemble musikFabrik gehört, waren Gotthard Popp, Klaus Heitz, Maria Kliegel, Heinrich Schiff und andere.
Begleitet wird er am Klavier von der aus Tokio stammenden und dort ausgebildeten Pianistin Atsuko Seki, die sich nicht zuletzt bei einigen internationalen Wettbewerben hervorgetan hat: Besonders zu erwähnen sind die Ersten Preise des Internationalen Schubert-Wettbewerbs von Dortmund (1991) und des William-Kapell-Wettbewerbs in Maryland (1996).

GUBAIDULINA Zehn Präludien (1974)
JANÁCEK Pohádka (Märchen)
GRIEG Sonate op. 36

Dirk Wietheger, Violoncello
Atsuko Seki, Klavier
EigenArt 10300
(Vertriebe: Deutschland: Johannes Gebhardt, D-72144 Dußlingen, Österreich:
Music Partner, A-2340 Mödling, Schweiz: Smart Music Sàrl, CH-1337 Vallorbe)


PRO CLASSICS ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich,
die über einen Link erreicht werden.


Seite 2