| Die
Inkubationszeit beträgt gerade einmal dreißig Sekunden:
So lange nämlich dauert die symphonische Initialzündung,
mit dem die vier Musiker der Kindlichen Kaiserin den Beginn des
ersten Rasumowsky-Quartetts aus der Stille emporreißen
und ihren immer wieder ansteckenden Auryn-Glanz in uns hineinprojizieren.
Und wieder einmal ist es um uns geschehen ...
Nach dem sechsteiligen Opus 18, mit dem TACET vor einigen Wochen
die Gesamtveröffentlichung der Beethoven-Quartette unerhört
phantasievoll eingeleitet hat, sind jetzt auch die »russische«
Trilogie Opus 59 und das Harfenquartett op. 74 erhältlich,
vier Werke aus der sogenannten »mittleren« Schaffensperiode.
Das Auryn Quartett spielt die frühen Fingerzeige, von denen
das erste halbe Dutzend nur so überquillt, ebenso konsequent
in die Zukunft wie es jetzt die mittleren Hinweise auf die ungeschriebenen
Symphonien der letzten Jahre herausarbeitet, ohne dabei den aktuellen
Boden unter den Füßen zu verlieren: Das Kunststück,
Herkunft, kompositorische Gegenwart und Prophetie eins werden
zu lassen – dieses Kunststück ist nur wenigen Ensembles
(zumindest im Zeitalter des Tonträgers) gelungen. Die Stars
des Labels gehören dazu:
»Das Quartettspiel scheint für die vier Auryns zum
Lebenselixier geworden zu sein – seit 23 Jahren begegnen
sie sich dabei auf immer höherem Niveau. Mit den Quartetten
op. 18 haben sie zweifelsohne einen Höhepunkt erreicht.«
(Michael Krügerke in der WDR-Sendung HörZeichen
am 14. Juli 2004)
Ludwig
van Beethoven
Die Streichquartette Vol. 2
Auryn Quartett
TACET 2CD 125
(Vertriebe: Deutschland: Johannes Gebhardt, D-72144 Dußlingen,
Österreich:
Music Partner, A-2340 Mödling, Schweiz: Smart Music Sàrl,
CH-1337 Vallorbe)

Weitere
Informationen:
www.tacet.de
www.auryn-quartett.de
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Daß
die Cover-Gestaltung eigenArtig an die Frontseiten
des TACET-Katalogs erinnert, ist weder Zufall noch unbeabsichtigt,
denn für beide Produktreihen zeichnet Andreas Spreer verantwortlich,
der mit seinem kleinen Label EigenArt jungen, vielversprechenden
Künstlern sein großes klangtechnisches Knowhow und
sein tonmeisterliches Gespür zur Verfügung stellt.
Im vorliegenden Fall widmete er sich dem 1972 in Münster
geborenen Cellisten Dirk Wietheger, der hier ein außerordentlich
gewagtes Programm präsentiert. Neben dem bekannten Märchen
von Leos Janácek und der noch populäreren Sonate
von Edvard Grieg spielt er die Zehn Präludien für
Violoncello solo, in denen Sofia Gubaidulina 1974 eine
unerhört anspruchsvolle und spannende Vielfalt technischer
Möglichkeiten ausgelotet hat. Wiethegers direkte Beziehung
zu der großen russischen Komponistin ist garantiert, denn
schließlich studierte er unter anderem bei Karine Georgian
an der Musikhochschule Detmold und bei David Geringas, dem Sofia
Gubaidulina ihr Cellokonzert Und: das Fest ist in vollem
Gange gewidmet hat. Weitere Lehrer des Künstlers,
der seit 2001 zu dem internationalen Solistenensemble musikFabrik
gehört, waren Gotthard Popp, Klaus Heitz, Maria Kliegel,
Heinrich Schiff und andere.
Begleitet wird er am Klavier von der aus Tokio stammenden und
dort ausgebildeten Pianistin Atsuko Seki, die sich nicht zuletzt
bei einigen internationalen Wettbewerben hervorgetan hat: Besonders
zu erwähnen sind die Ersten Preise des Internationalen
Schubert-Wettbewerbs von Dortmund (1991) und des William-Kapell-Wettbewerbs
in Maryland (1996).
GUBAIDULINA
Zehn Präludien (1974)
JANÁCEK Pohádka (Märchen)
GRIEG Sonate op. 36
Dirk Wietheger, Violoncello
Atsuko Seki, Klavier
EigenArt 10300
(Vertriebe: Deutschland: Johannes Gebhardt, D-72144 Dußlingen,
Österreich:
Music Partner, A-2340 Mödling, Schweiz: Smart Music Sàrl,
CH-1337 Vallorbe)

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