Ein
junges Orchester modernster Unternehmer, die zugleich Sachwalter
einer 180jährigen Tradition sind: So könnte man das
Erscheinungsbild umreißen, das die Bremer Philharmoniker
heute ihrem Publikum und der musikalischen Öffentlichkeit
insgesamt bieten. Nachdem Orchester und Geschäftsführung
mit- und nicht gegeneinander die großen Umstrukturierungen
angepackt und realisiert haben, die man politischerseits verordnet
hatte, ist am Erfolg des in Deutschland und über Deutschland
hinaus einzigartigen »Bremer Modells« nicht mehr zu
zweifeln: Zwei Jahre nach Beginn der einschneidenden Veränderungen
steht die Orchester-GmbH mit privater Mehrheitsbeteiligung auf
so soliden Beinen, daß das neue Konzertprogramm für
die Spielzeit 2004/05 von allen Verantwortlichen mit großem
Stolz vorgestellt werden konnte.
Am
4. Oktober 2004 beginnt die neue Saison, in der die Musikfreunde
sich auf allerhand Kurzweiliges, Unterhaltendes und Beeindruckendes
werden gefaßt machen können. In einer ausgewogenen
Mischung zwischen modernen und etablierten Werken der Musikgeschichte,
in zum Teil äußerst mutigen Kombinationen und Konfrontationen
werden selbst vertraute Repertoirestücke neu beleuchtet.
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Wenn
beispielsweise Beethovens Eroica und Glasunows Violinkonzert einander
unmittelbar begegnen, wenn eine zweiteilige Veranstaltung aus Straßenfegern
und Raritäten von Franz Liszt das ganze Spektrum des großen,
virtuosen Komponisten umfängt, wenn Arvo Pärt, Benjamin
Britten und Dmitri Schostakowitsch ein gemeinsames Programm bestreiten
– dann ergeben sich die persönlichen Entdeckungen der
Hörer wie von selbst. Schließlich sorgen neben GMD Lawrence
Renes verschiedene Gastdirigenten wie Lev Markiz, Christof Prick
oder Ari Rasilainen sowie Solisten vom Range der jungen Geigerin
Julia Fischer, phänomenale Pianisten wie Konstantin Scherbakov
oder der überragende Tenor Christoph Prégardien für
exzellente Interpretationen. Nach einer historisch-geographischen
Reise von höchstem Kaliber endet die Spielzeit am 6. Juni 2005
mit einem Wunschkonzert, in dem Sergej Nakariakov, der »Paganini
der Trompete«, ein vorab vom Publikum mitbestimmtes Programm
aufführen wird.
Die
Kammermusiken am Sonntagmorgen, die Philharmonischen Konzerte mit
Spitzensolisten und -dirigenten, die Familienkonzerte und die Kindertage,
die »Ohrwürmer« für Schulklassen – all
das verspricht eine musikalische Saison voller Abenteuer, Emotionen
und jener Art der klassischen Gemütsergötzung, die unserer
Gegenwart weitgehend abhanden gekommen ist. In Bremen lebt sie wieder
auf.
Das
Programm kann kostenfrei unter schnier@bremerphilharmoniker.de
bestellt werden.
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