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März 2004


(c) 2004 Thomas Bowes
(c) 2004 Sian Edwards
(c) 2004 Alexander Borodin
(c) 2004 Alexander Tscherepnin

Brite rettet Bremer Britten:
Sensationeller Erfolg dank
Thomas Bowes

Ob Borodin, ob Tscherepnin:
Immer Alexanders Werk


»Streicher in orchestraler Raserei« betitelte der Weser-Kurier die Rezension eines Konzerts, das sicherlich in die Annalen der Bremer Philharmoniker eingehen wird: Am Montag, den 12. und Dienstag, den 13. Januar sollte unter der musikalischen Leitung der britischen Dirigentin Sian Edwards neben Bizets Djamileh-Ouvertüre und der zweiten Symphonie von Tschaikowsky das Violinkonzert von Benjamin Britten aufgeführt werden. Am Sonntagabend aber stand fest, daß die vorgesehene Solistin wegen einer heftigen Grippe-Erkrankung nicht würde spielen können. Und dann wurde es »gemütlich« an der Weser – allerdings mit Erfolg: In der Nacht hatte man mit dem englischen Geiger Thomas Bowes einen Künstler gefunden, für den das Wort »Einspringer« kaum geeignet war: Unmittelbar nach seiner Zusage stand er bereits im Keller seines Hauses, um den schwierigen Solopart durchzunehmen, am Morgen flog er nach Bremen, und am Abend gab es nach einer kurzen Verständigungsprobe eine Sensation. Ergebnis: Riesiger Applaus, Beifallsgetrampel und erstklassige Kritiken:

Weitere Informationen zu Thomas Bowes finden Sie hier.

(c) 2004 Bremer Philharmoniker

 

Aaron Copland nannte ihn einen »amerikanischen Komponisten ehrenhalber«, für Toru Takemitsu war er die »Vaterfigur der japanischen Musik«, im Vorkriegs-China stieg er gar zur rechten Hand des Kultusministers auf – und doch hat der musikalische Weltbürger Alexander Tscherepnin (1899-1977) seine russischen Wurzeln nie verleugnet. Noch wenige Jahre vor seinem Tode präsentierte er sich in Deutschland mit Konzerten, in denen er seine eigene vierte Symphonie mit der h-moll-Symphonie seines Landsmanns und Namensvetters Borodin aufführte. Eben diese Kombination läßt Colosseum jetzt im Rahmen der Serie Russische Meisterwerke wieder aufleben: Unter der Leitung von Räto Tschupp bzw. Günter Neidlinger wurden in den Jahren 1972 und 1973 die großen Werke der beiden großen Alexanders aufgenommen, die jetzt in digitaler Bearbeitung zusammen mit Borodins fragmentarischer dritter Symphonie auf einer CD wiederveröffentlicht werden.

Russische Meisterwerke
Alexander Borodin

Symphonien Nr. 2 h-moll und Nr. 3 a-moll
Alexander Tscherepnin
Symphonie Nr. 4 E-dur op. 91
Nürnberger Symphoniker
Dirigenten Günter Neidlinger und Räto Tschupp
Colosseum Classics COL 9031.2




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