Nach
den sechs Quartetten op. 18, den drei Rasumowsky-Quartetten
op. 59 und dem Harfenquartett op. 74 beginnt für
das Auryn Quartett jetzt der steile Anstieg empor zu den späten,
riesenhaften Rätseln, die Ludwig van Beethoven in seinen
letzten Lebensjahren aufgezeichnet hat. Das Programm beginnt mit
dem sogenannten Quartetto serioso f-moll op. 95, das
man gemeinhin noch zur sogenannten mittleren Schaffensperiode
rechnet, und führt von dort zunächst zu dem gewissermaßen
»voralpinen« Opus 127 Es-dur, bevor mit dem fünfsätzigen
a-moll-Quartett op. 132 einer der einsamen Gipfel erklommen wird.
Und wieder gelingt den vier Musikern eine beeindruckende Synthese
aus individuellen Einsichten und einer streng an den Partituren
ausgerichteten Wiedergabe, denn schließlich »geht
es den Auryns vor allem um eines: Die deutliche Umsetzung des
Notentextes. Daß hierbei die persönliche Note hineinwächst,
macht die Besonderheit des Auryn Qartetts aus. Lust an der Musik,
feinsinnige bogenförmige Darstellung der Formgebung, der
Melodielinien stehen hier immer wieder im Vordergrund. Schon lange
war eine Gesamteinspielung
nicht mehr so spannend wie diese« (ensemble Oktober/November
2004 zur ersten Folge der Produktion).
Ludwig van
Beethoven
Die Streichquartette Vol. 3
Auryn Quartett
TACET 2CD 126
(Vertriebe:
Joh. Gebhardt, D-72144 Dußlingen, Österreich: Music
Partner, A-2340 Mödling, Schweiz: Smart Music Sàrl,
CH-1337 Vallorbe)
Weitere
Informationen im Internet:
www.auryn-quartett.de
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Foto
(c) Hans-W. Schmitz
Vor
genau 100 Jahren ließ die Firma Welte ein Steuersystem für
selbstspielende Klaviere patentieren, das Wilhelm Backhaus als »eines
der Weltwunder« bezeichnete – ohne zu wissen, daß
dieses Welt(e)wunder bis ins 21. Jahrhundert hinein immer wieder
staunenswerte Dinge bewirken würde: Wunderbar ist es beispielsweise,
wenn wir heute, im Jahre 2004, Enrique Granados auf einem modernen
Steinway-Flügel spielen hören können, obwohl der
brillante Komponist und Pianist doch bekanntermaßen im Jahre
1916 ums Leben kam, als der Ozeandampfer, auf dem er mit seiner
Frau von Amerika in die spanische Heimat reiste, von einem deutschen
Torpedo versenkt wurde. Kein Knistern, Knacken und Rauschen trübt
diese wahrhaft zeitlosen Aufnahmen, die sich heute ebenso reproduzieren
lassen wie vor einhundert Jahren – indessen die moderne Studiotechnik
diese mechanischen Reproduktionen zu einem nie dagewesenen Ereignis
erhebt.
Dank dieser Verbindung alter und neuer Techniken werden in den nächsten
Monaten zwei weitere Größen der Musikgeschichte klangliche
Realität werden: Anfang 2005 bringt TACET Richard Strauss mit
einer Auswahl eigener Werke (TAC 137) und Felix Mottl mit Klaviertranskriptionen
aus Wagner-Opern (TAC 135) in die Gegenwart.

The
Welte-Mignon Mystery Vol. 1
Enrique Granados
today playing his 1913 interpretations
TACET CD 139
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