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TACET:   November / Dezember 2004

 

Auryn’s Beethoven Folge 3

100 Jahre Welte-Mignon bei TACET
Granados plays Granados

Nach den sechs Quartetten op. 18, den drei Rasumowsky-Quartetten op. 59 und dem Harfenquartett op. 74 beginnt für das Auryn Quartett jetzt der steile Anstieg empor zu den späten, riesenhaften Rätseln, die Ludwig van Beethoven in seinen letzten Lebensjahren aufgezeichnet hat. Das Programm beginnt mit dem sogenannten Quartetto serioso f-moll op. 95, das man gemeinhin noch zur sogenannten mittleren Schaffensperiode rechnet, und führt von dort zunächst zu dem gewissermaßen »voralpinen« Opus 127 Es-dur, bevor mit dem fünfsätzigen a-moll-Quartett op. 132 einer der einsamen Gipfel erklommen wird.
Und wieder gelingt den vier Musikern eine beeindruckende Synthese aus individuellen Einsichten und einer streng an den Partituren ausgerichteten Wiedergabe, denn schließlich »geht es den Auryns vor allem um eines: Die deutliche Umsetzung des Notentextes. Daß hierbei die persönliche Note hineinwächst, macht die Besonderheit des Auryn Qartetts aus. Lust an der Musik, feinsinnige bogenförmige Darstellung der Formgebung, der Melodielinien stehen hier immer wieder im Vordergrund. Schon lange war eine Gesamteinspie
lung nicht mehr so spannend wie diese« (ensemble Oktober/November 2004 zur ersten Folge der Produktion).


Ludwig van Beethoven
Die Streichquartette Vol. 3
Auryn Quartett
TACET 2CD 126

(Vertriebe: Joh. Gebhardt, D-72144 Dußlingen, Österreich: Music Partner, A-2340 Mödling, Schweiz: Smart Music Sàrl, CH-1337 Vallorbe)

Weitere Informationen im Internet:
www.auryn-quartett.de

TACET AUSGEZEICHNET

Und soeben wurde die erste Folge von Auryn’s Beethoven (TAC 124) mit dem Classical Internet Award als beste CD des Jahres 2004 der Online-Portale:

Klassik-heute.com
Classicstoday.com (USA)
Classicstodayfrance.com

ausgezeichnet!


Foto (c) Hans-W. Schmitz

Vor genau 100 Jahren ließ die Firma Welte ein Steuersystem für selbstspielende Klaviere patentieren, das Wilhelm Backhaus als »eines der Weltwunder« bezeichnete – ohne zu wissen, daß dieses Welt(e)wunder bis ins 21. Jahrhundert hinein immer wieder staunenswerte Dinge bewirken würde: Wunderbar ist es beispielsweise, wenn wir heute, im Jahre 2004, Enrique Granados auf einem modernen Steinway-Flügel spielen hören können, obwohl der brillante Komponist und Pianist doch bekanntermaßen im Jahre 1916 ums Leben kam, als der Ozeandampfer, auf dem er mit seiner Frau von Amerika in die spanische Heimat reiste, von einem deutschen Torpedo versenkt wurde. Kein Knistern, Knacken und Rauschen trübt diese wahrhaft zeitlosen Aufnahmen, die sich heute ebenso reproduzieren lassen wie vor einhundert Jahren – indessen die moderne Studiotechnik diese mechanischen Reproduktionen zu einem nie dagewesenen Ereignis erhebt.
Dank dieser Verbindung alter und neuer Techniken werden in den nächsten Monaten zwei weitere Größen der Musikgeschichte klangliche Realität werden: Anfang 2005 bringt TACET Richard Strauss mit einer Auswahl eigener Werke (TAC 137) und Felix Mottl mit Klaviertranskriptionen aus Wagner-Opern (TAC 135) in die Gegenwart.

The Welte-Mignon Mystery Vol. 1
Enrique Granados
today playing his 1913 interpretations
TACET CD 139

 

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