Unfehlbares
stilistisches Gespür, Geschmack und äußerst gewissenhafte
Musikalität bescheinigte der New Yorker Herald Tribune
dem Geiger Oliver Colbentson, die Frankfurter Neue Presse
lobte sein Spiel, als ”gleichermassen bezaubernd, innig,
kühl verhalten, wie auch tongewaltig und mitreißend
expressiv” — und die Reihe internationaler Loblieder
ließe sich beliebig fortsetzen, was wiederum nicht verwundern
wird, denn die ganz eigenen Ausführungen, die der Nürnberger
aus Amerika den Standardwerken und Raritäten des kammermusikalischen
Repertoires angedeihen läßt, sind von einer unverwechselbaren
Strahlkraft, einer eigenartigen Intensität und technischen
Überlegenheit, die zu hören immer wieder Vergnügen
und Bereicherung bedeutet.
Alter Lorbeer ist für Oliver Colbentson freilich etwas, das
ins Herbarium gehört: Er schmückt, doch er vertrocknet,
wenn man ihm nicht neue Nahrung gibt. Und so hat der Künstler,
den wir Ihnen in unserem vorigen Newsletter erstmals präsentieren
durften, inzwischen nicht nur zahlreiche neue Konzerte gegeben,
sondern bei dem Label Viennasound jetzt auch eine Produktion zweier
großer Werke aus dem 19. Jahrhundert herausgebracht, die
inzwischen längst zu seinen persönlichen Klassikern
gehören.

Ludwig
van Beethoven
Violinsonate Nr. 5 in F-dur op.24 Frühlingssonate
César Franck
Violinsonate A-dur
Oliver Colbentson, Violine
Erich Appel, Klavier
VRC-KCD-1717 (Vertrieb: Media-Arte, Nürnberg)
|
|
Wir freuen uns, Ihnen an dieser Stelle nach den Sonaten von Ernest
Bloch, Ferruccio Busoni und Charles Ives sowie der unterhaltsamen,
vergnüglichen Encores jetzt das jüngste Album
vorstellen zu können, das Oliver Colbentson in den sechziger
Jahren mit seinem langjährigen Duopartner Ernst Appel in
Nürnberg eingespielt hat: Die jahreszeitlich außerordentlich
passende Frühlingssonate von Ludwig van Beethoven
sowie die symphonisch-große Sonate von César Franck.
Die
quasi historische Produktion zeigt Oliver Colbentson einmal mehr
als getreulichen Kammermusikschüler seines Lehrers Diran
Alexanian, der während seiner frühen Ausbildung noch
mit Johannes Brahms und dessen Freund Joseph Joachim hatte musizieren
dürfen und aufgrund dieser direkten künstlerischen Beziehung
ganz spezielle Einsichten in die Aufführung klassischer und
romantischer Werke gewinnen konnte.
Als weitere Facette des Künstlers stellen wir Ihnen auch
seine 1999 veröffentlichte CD mit der Violinsonate Nr. 3
von Georges Enesco, dem Tzigane von Maurice Ravel, der
Sonate g-moll von Claude Debussy und dem Poème
op. 25 von Ernest Chausson vor.
Weitere Informationen unter:
http://www.proclassics.de/colbentson.htm
Georges
Enesco Sonate Nr. 3 in a-moll op.25
Maurice Ravel Tzigane Konzert-Rhapsodie
Claude Debussy Sonate in g-moll
Ernest Chausson Poéme op. 25
Oliver Colbentson, Violine
Erich Appel, Klavier
VRC-KCD-1704 (Vertrieb: Media-Arte, Nürnberg)
|