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CD-Newsletter
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| November/Dezember 2002 | ||||||||
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Selbst
renommierteste und bedeutendste Cellisten pflegen sich über
die Enge ihres konzertanten Repertoires zu beklagen. In ihrer
vermeintlichen Not greifen sie zu Mysliveceks frühklassischen
Exerzitien oder Prokofieffs anämischer Sinfonia concertante,
lassen sich womöglich sogar neue Stücke schreiben -
und derweil ihr Blick suchend in die Ferne schweift, liegt manch
Gutes so nah ... Wie
sonst wäre es zu deuten, daß die zwei grandiosen Konzerte
für Violoncello und Orchester, die der Schweizer Heinrich
Sutermeister in den Jahren 1963 bzw. 1972 komponiert hat, weder
im Tonträgerkatalog noch auf den Konzertprogrammen durch
jene Anwesenheit glänzen, die ihnen aufgrund ihrer musikalischen
Meriten gebührte? Insgesamt
scheint das Phänomen Sutermeister unverständlich. Denn
nach allem, was man je zu hören bekommt, hält der 1910
geborene, 1995 verstorbene Künstler den Vergleich mit Arthur
Honegger und Frank Martin, den beiden musikalischen Hauptfiguren
aus dem Lande der dreieckigen Schokolade, ohne weiteres aus. Die
Katalogsituation hingegen ist kläglich. Es gibt ganze zwei
Portrait-CDs, darunter eine von Wergo herausgegebene Einspielung
des Requiem von 1952/53, das mit dem nicht minder begeisternden
Te Deum von 1975 gekoppelt ist und eine erste vage Vorstellung
von einem Komponisten liefert, der - nicht zuletzt seiner Opern
wegen - auf breiter Front wiederzuentdecken ist.
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Die
zweite CD stammt aus dem Hause Colosseum und entstand zur Zeit
des Te Deum. Damals hat die schweizerische Cellistin
Esther Nyffenegger mit den Nürnberger Symphonikern unter
Werner Andreas Albert die beiden Cellokonzerte eingespielt,
deren zweites ihr auch gewidmet ist - nicht ohne tieferen Grund,
wie wir gern feststellen: Der Hochdruck, den Esther Nyffenegger
sowohl technisch als auch vor allem musikalisch erzeugt, konnte
nur durch eine Dedikation belohnt werden. Colosseum
- Historische Serie Die
WERGO-CD können wir nicht bemustern - |
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