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CD-Newsletter
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| Oktober/November 2001 | |||||||||
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Klangschön
und virtuos Alexander
Fesca, der Sohn des badischen Konzertmeisters Friedrich Ernst
Fesca (1789-1826), war ein Wunderkind und hätte zweifellos
das Zeug zu einer markanten Erscheinung in der deutschen Musiklandschaft
gehabt, wenn er nicht schon 1849 als 29jähriger an den Folgen
einer schleichenden Krankheit gestorben wäre. Nach seinem
ersten Unterricht beim Vater war er seit 1834 Schüler an
der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin; 1838
brachte er in Karlsruhe seine erste Oper heraus, der zwischen
1844 und 1847 drei weitere Bühnenwerke folgten. Besonders
wertvoll sind neben den Klaviertrios und Streichquartetten die
beiden Grands Septuors, die Konstanze Eickhorst
und das Linos Ensemble im Jahre 1999 für cpo eingespielt
haben: Oboe, Horn und vier Streicher werden zu zauberhaften Farben
genutzt, und das vornehmlich virtuos gehandhabte Klavier setzt
konzertante Akzente, die beide Kompositionen tatsächlich
zu "großen Septetten" machen. Alexander
Ernst Fesca
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Schumann,
Liszt und die Folgen In musikalischen Archiven zu stöbern und dabei auf Raritäten zu stoßen, die der Geschichte neue Facetten einschleifen, ist immer wieder ein Vergnügen. Bei Colosseum wird jetzt die Kopplung zweier Aufnahmen wiederveröffentlicht, die die ganze Bandbreite des romantischen Komponierens wie in einem Mikrokosmos zusammenfassen. Das hochvirtuose und klanggewaltige Klavierkonzert des Komponisten und Pianisten Giovanni Sgambati steht dem Konzert von Josef Rheinberger gegenüber, der in seiner Musik einen deutlich konservativeren Ton anschlug. Während sich der Italiener ganz unmißverständlich an seinem Mentor Franz Liszt orientierte, ist für den aus Liechtenstein stammenden Wahlmünchner vor allem die Welt Robert Schumanns verpflichtend - und man kann sich unschwer vorstellen, daß in der vorliegenden Veröffentlichung zwei Welten aufeinanderprallen. Solist des Sgambati-Konzertes ist der bekannte kubanische Pianist Jorge Bolet (1914-1990), der bei der Einspielung der musikalischen Kostbarkeit von den Nürnberger Symphonikern unter Ainslee Cox begleitet wurde. Dasselbe Orchester - jetzt mit dem 1937 geborenen Pianisten Adrian Ruiz und dem Dirigenten Zsolt Deáky lieferte auch das musikalische Bühnenbild bei der Aufnahme des Konzertes von Josef Rheinberger, der noch heute als mehr oder minder lokale Erscheinung im Abseits steht, obwohl sein 100. Todestag (im November 2001) einigen Anlaß zu Wiederentdeckungen gibt.
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