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Künstler
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Die Rezitationen von Mutter & Tochter Im
Laufe ihrer Karriere trat Elly Ney immer wieder mit ihrer Tochter -
der Schauspielerin Eleonore van Hoogstraten - auf. Rezitationsabende
mit Klavier: Gedichte von Rilke gekoppelt mit Werken von Chopin; Texte
von Goethe, dazu Beethoven; eine Auswahl von Schiller und Johann Sebastian
Bach. Diese Tourneen hatten immer wieder große Erfolge. So schrieb
die Kasseler Zeitung 1957: " Stürmischer Beifall für
Elly Ney - Besucher waren von Musik und Dichtung tief ergriffen".
In der Göttinger Presse las es sich im selben Jahr wie folgt: Hand
in Hand auf der Bühne .... Uns war das seltene Glück
beschieden, außer der Mutter auch noch die Tochter zu vernehmen.
Sie bewies sich als brillante Sprecherin und gleichzeitige Interpretin
Goethes. Sie erfüllte Goethes Verse mit neuem Leben, erweckt neue
Laute und Rhythmen, schien wirklich in Goethe verwurzelt zu sein und
brachte ihre Töne in schlichten und gleichzeitig aber ganz blumenhaften
Einklang mit der Musik ihrer Mutter. Eleonore van Hoogstraten wurde 1918 geboren und ist heute noch als Sprecherzieherin und Schauspiellehrerin in München aktiv. Sie begann ihre Karriere am Deutschen Theater Berlin und in Freiburg/Breisgau, wo sie alles spielte, was gut und teuer war: Das Klärchen (Egmont), die Brunnhild (Nibelungen, Hebbel), Rose (Bernd von Hauptmann), Lenore (Fiesko), Eboli im Don Carlos und etliche andere Rollen sowie Modernes. Das Ende des Krieges erlebte Eleonore van Hoogstraten zusammen mit ihrer ersten Tochter und ihrem Mann in Südtirol, wo sie im Laufe von vier Jahren zwei weitere Töchter zur Welt brachte. Nach der Öffnung der Grenzen ging sie zurück nach Deutschland. Von München aus unternahm sie zahlreiche Gastspiele mit klassischen (Iphigenie) sowie modernen Stücken, besonders Franzosen wie Sartre, Camus und Cocteau. Zwei Filme folgten, von denen besonders "Town without pity (Stadt ohne Mitleid)" mit Kirk Douglas in englischer Sprache erwähnt werden sollte.
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Eleonore van Hoogstraten, 1960 |
![]() La voix humaine, 1954 |
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... Sie
spielt mit einer Konzentration, mit einer Hingabe, mit einem Reichtum
der Mittel und der Register, daß es ist, als sähe man durch
ein ungeheures Vergrößerungsglas; sie scheint noch die Falten
ihres Kleides zu beherrschen.... ... sie
erwies sich als eine Künstlerin, die über alle sprachlichen
Mittel verfügt ... ... der
volltönende und traumwandlerische sichere Alt dieser vorzüglichen
Sprecherin - wir wissen keine Parallele im Deutschland der Gegenwart
... ... die
Symphonik ihrer Stimme dringt über alle Grenzen ... |
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